Das VOICE-Magazin

Hiobsbotschaft zu Beginn des Jahres 2005: Die VOICE wurde eingestellt. Zehn Jahre lang hatte das Tierrechtsmagazin als eines der größten im deutschsprachigen Raum gut recherchiert aus politisch-kritischer Sicht über Tier- und Menschenrechte, Veganismus und angrenzende Themen berichtet.

Zum Ende der VOICE

Auf ihrer Homepage1) begründet die Redaktion ihre Entscheidung vor allem damit, dass das Magazin nicht erreicht hätte, was es erreichen sollte: „Eine Bündelung der Kräfte für die Rechte von nicht-menschlichen und menschlichen Tieren sowie der Natur.“

Weiterhin beklagte sich der Chefredakteur Andreas Hochhaus über zunehmend rechtsorientiere Tendenzen in der so genannten Tierrechtsbewegung, sowie eine mangelnde Unterstützung beim Kampf der VOICE gegen diese. Großen Schaden fügte der VOICE auch die in diversen umfangreichen Artikeln als totalitäre Sekte entlarvte Gruppierung Universelles Leben zu. Nach Veröffentlichung der Berichte über das Universelle Leben, die deren antisemitische und faschistoiden Züge herausstellten, wurde die Reaktion der VOICE mit Klagen in Millionenhöhe überschüttet. Es ist ein ungleicher Kampf, wenn eine millionenschwere Organisation gegen eine hauptsächlich aus Spenden finanzierte Tierrechtszeitschrift vor Gericht zieht. Ein Kampf, der in unserem gegenwärtigen Rechtssystem für die VOICE aussichtslos zu sein schien. Und dennoch vermochte die VOICE viele Klagen abzuwehren, sich nicht den Mund von einer antisemitischen Sekte, der es ganz offensichtlich um alles andere als „die Tiere“ geht, verbieten zu lassen.

Dennoch ging die Rechnung der Gruppierung zu Teilen auf, so Andreas Hochhaus, denn die Mittel der VOICE ließen es nicht zu, gegen jede einstweilige Verfügung vorzugehen. So durften seitdem viele belegbare Aussagen nicht mehr getätigt werden.

http://www.voice-magazin.de/


Quelle (mit Änderungen)