Gemüsebratlinge

Gemüsebratlinge passen zu vielen warmen Gerichten ebenso, wie auch kalt als Brotbelag, als Mittelschicht von dreietagigen Sandwichs und vielem mehr. Einfach ist die Zubereitung mithilfe fertiger Mischungen, die in diversen Geschmacksrichtungen inzwischen in jedem gepflegten Supermarkt in der Ökoecke feilgeboten werden: ein Schälchen mit der Körnermischung füllen und Wasser dazugeben, bis ein nicht allzu wässriger Brei daraus wird. Diesen Brei ein paar Minuten quellen lassen. Derweilen die Pfanne mit etwas Olivenöl erwärmen, et voilà… Bratlinge formen und beidseitig schön knusprig braun braten. Es empfiehlt sich, immer ein, zwei Packungen dieser Fertigmischungen in der Vorratskammer aufzubewahren, falls mal Besuch kommt, oder der kleine Hunger zwischendurch oder danach oder so, wenn die Läden schon geschlossen sind …

Noch viel günstiger und abwechslungsreichhaltiger ist jedoch folgende Variante: man sucht im Kühlschrank nach einer Suppe vom Vor- oder Vorvortag und püriert diese solange, bis ein schöner dicker Brei daraus entsteht. Es sollte schon eine Art Eintopf (gewesen) sein, z. B. die im VeganWiki vorgestellte Linsensuppe — denn eine dünne Brühe allein macht natürlich noch keinen vernünftigen, dem kritischen Griff des Gourmets standhaltenden Bratling ;) Dazu schüttet man nun eine ordentliche Portion Haferflocken, so dass daraus eine schöne feste Pampe entsteht. Eventuell noch etwas Wasser nachgießen und etwas nachsalzen, und alles nochmal kurz durchstampfen — voilà: Bratlinge formen und beidseitig schön knusprig braun braten…

Das Selbststampfrezept ist echt der Hammer. Die Bratlinge sind schön reichhaltig, mit echtem Gemüse und so, nicht nur aus Getreideflocken mit buntem Pulver. Vielen Dank an den anonymen Inspirateur, der mich damals schon mit seinen Zucchini-Suppen-Gemüsebratlingen hin- und weggehauen hat.

Alors, bon appétit ;)


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