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perfektionistische_ethik

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Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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perfektionistische_ethik [2011/08/15 20:56] (aktuell)
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 +=====  Die Perfektionistische Ethik: „Der Mensch an der Spitze der Evolution.“ ​  =====
 +
 +Aus philosophischer Perspektive markiert die perfektionistische Ethik des Aristoteles den Punkt, an dem Menschen begannen, ihren Umgang mit tierlichen Leben zu einer Ideologie zu erheben: Aristoteles zufolge sind alle Lebewesen auf Erden einer strikten Hierarchie unterworfen,​ deren Spitze die weißen, griechischen Männer bildeten: Sie seien den Göttern am nächsten, und zum höchsten Grade vernunftbegabt. Den griechischen Männern folgten die Frauen in der Hierarchie, dann die Barbaren, und schließlich die Bestien, die Tiere. Nach Aristoteles ist diese Hierarchie durch abnehmende Vernunftsfähigkeit charakterisiert,​ von den Göttern so bestimmt und gerecht. ​
 +
 +Weiterhin proklamierte Aristoteles,​ dass die niederen Lebewesen den in der Hierarchie Höherstehenden zu Diensten sein müssten — dienten sie nicht aus freien Stücken, so sei es der Wille der Götter, sie zu unterwerfen und sich nutzbar zu machen. Mit anderen Worten: Sie zu versklaven.
 +
 +Die von Aristoteles geprägte Weltordnung,​ die perfektionistische
 +Hierarchie, wird heute durch unsere christliche Tradition reflektiert:​
 +Insbesondere Thomas von Aquin griff die Ethik des Aristoteles nahezu
 +wörtlich auf und ersetzte lediglich die griechischen Götter durch das
 +biblische Gottesbild. Thomas von Aquin stigmatisierte Tiere als
 +Gegenstände,​ die nicht zu Empfindungen befähigt seien. Die Dogmen des
 +Scholastikers Thomas von Aquin sind auch heute noch wesensbestimmend
 +für das christliche Weltbild: So dürfen Frauen in der katholischen
 +Kirche nur unbedeutende Ämter bekleiden und nichtmenschliche Tiere
 +finden in der christlichen Moralvorstellung kaum Berücksichtigung. Und
 +wenngleich sich in unseren Tagen viele Menschen von Kirche und
 +christlicher Weltanschauung distanzieren,​ so war die Kirche dennoch
 +über Jahrhunderte hinweg prägend für unsere abendländische Kultur. ​
 +
 +Die Dichotomie zwischen Menschen und "​Tieren"​ erfolgt intuitiv; in unserer
 +Gesellschaft bedarf es keinerlei gesellschaftlichen Rechtfertigung,​
 +ein Schwein zu schlachten, Kühe als Milchmaschinen und Hühner als Teil
 +einer Eierfabrik zu betrachten. Wer moralische Berücksichtigung
 +erfährt und wer nicht, entscheidet einzig und alleine die
 +Spezieszugehörigkeit. Der britische Psychologe Richard Ryder gab 1970
 +diesem Phänomen erstmalig einen Namen: Speziesismus.
 +
 +----
 +<include "​Gliederung zum Speziesismus">​
 +----
 +Ethik Tierrechte
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 +====  Kritik ​  ====
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 +   ​Insbesondere Thomas von Aquin griff die Ethik des Aristoteles nahezu
 +   ​wörtlich auf und ersetzte lediglich die griechischen Götter durch das
 +   ​biblische Gottesbild.
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 +und nicht auch Barbare durch Homosexuelle?​ denn so weit mir bekannt war im ursprünglichen Christentum nur das Praktizieren christlicher Wahnvorstellungen von Relevanz um als "​vollwertiger"​ Mensch zu gelten.
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 +An derer Stelle wollte ich auch vorschlagen immer zu den verfassten Texten und Textänderungen unten immer die literarischen Quellen mit Nummern zu den jeweiligen Textstellen anzugeben sofern es sich um faktenbasierte Texte handelt, denn dann könnte man eventuell die möglichkeit in Betracht ziehen hier Material in eigene Arbeiten miteinzubeziehen,​ vor desinformation schützen, und Leuten ermöglichen sich vertiefend mit der jeweiligen Thematik zu beschäftigen.  ​
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 +joel
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 +  * Das finde ich auch wichtig. Mittels Fußnoten lässt sich das ganz gut realisieren. Vielleicht können wir die Diskussion dazu auf Wikithemen verschieben,​ dann unterbrechen wir hier nicht die Diskussion zu Thomas von Aquin :)) lg, -- Tim 2004-10-30 14:10 UTC
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 +  * Dass Aquin auch Homosexuelle als "​Nichmenschen"​ betrachtet hat, mag seine Richtigkeit haben - jedoch behauptet der Text auch nichts Gegenteiliges,​ zudem ist es nicht Ansinnen des Textes sämtliche ideologischen Verfehlungen Aquins oder des Christentums aufzuzeigen. In einer Fußnote können wir dies dennoch ergänzen, sofern entsprechende Quellen vorliegen, welche die Homophobie des Thomas von Aquin belegen. Aber du hast schon Recht: Im Text wirkt es so, als spräche Aquin ebenfalls von Babaren - das war natürlicht nicht der Fall. Also vielen Dank für die Kritik. Fühle dich frei den Text umzuschreiben und zu ergänzen, wie alle Inhalte des Wikis steht er unter einer freien Lizenz. ​
  
perfektionistische_ethik.txt · Zuletzt geändert: 2011/08/15 20:56 (Externe Bearbeitung)