"Ein Reh hat Augen wie ein sechzehnjähriges Mädchen"

Das AntijagdBuch

Buchbeschreibung:

„Der Jäger liebt die Natur wie der Vergewaltiger sein Opfer.“ Diese Aussage umreißt einige Aspekte der Jagd, die hier angeprangert werden: Die sexuelle Komponente, der psychische Hintergrund von Jagd und Jägern wird ebenso kritisch durchleuchtet wie die von vielen Jägern immer noch vertretene Behauptung, Jagd sei angewandter Naturschutz. Aber Ökologie nach Jagdherrenart heißt doch die Bekämpfung von „Raubzeug“ wie Habicht und Fuchs mit Flinte und Falle, Durchfüttern des Wildes zur Sicherung einer guten Trophäen-„Ernte“, Verbannung von Mensch, Katz und Hund aus dem Revier zwecks ungestörter „Hege“. Werden „Abschießwaren“ wegen weitgehender „Aberntung“ von Wald und Flur oder aufgrund von Schutzgesetzen hierzulande knapp, gibt es immer noch das Ausland, wo Jäger gegen gute Devisen ungestörter ihrer Lust frönen können und dabei noch glauben dürfen, einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Schonungslos und bewußt provozierend nimmt die Autorin Jagd und Jäger aufs Korn und kommt am Ende ihrer Analyse zu dem Schluß: sie gehören ins Museum! Die Abschaffung der Jagd ist eine Frage der menschlichen Kultur.

Inhalt:

  • Vorspiel
  • Vorwärts Kameraden, wir müssen zurück - Jagd und Jäger in Bedrängnis
  • Öffentlichkeitsarbeit tut not
  • Nachbar Jäger oder: Wo verstecken sich die Schwaren Schafe?
  • Der Jäger als Mensch und Triebbesitzer
  • Erlebnisse für Jäger, Gejagte und Zuschauer
  • „agdkumpanen: Tut Gutes und redet darüber!“
  • Nur eine Träne im Knopfloch für die Natur
  • Jagdbares „Wild“ und sonstiges Getier
  • Anmerkungen
  • Ökologie nach Art des Jägers
  • Über das Glück, jagdlich uninteressant zu sein
  • Teures Habichtsfutter: Das Birkhuhn
  • Abschieß-Waren
  • Neues „Hochwild“ braucht die Landschaft!
  • Waldsterben „von unten“: Reh und Rothirsch
  • Wilde Wilderer am „Niederwild“
  • „Schädlings“-Bekämpfung: Liebesdienste für Bauern, Fischer und Taubenzüchter
  • „Worauf werden wir in Zukunft überhaupt noch jagen dürfen?“
  • Anmerkungen
  • Entweder-Oder: Jagd oder Naturschutz
  • Jagd macht scheu
  • „Wildschutzgebiete“: Jagdschutz statt Artenschutz
  • Schüsse in den letzten Reservaten
  • Blei-Hagel
  • Anmerkungen
  • Fuchsteufelswild - ein Exkurs
  • Tollwut: Prügelknabe Fuchs
  • Die Tollwut oder den Fuchs bekämpfen?
  • Jagdpassion: Opfer Fuchs
  • Vorsicht Falle! Lebensgefahr!
  • Über das Risiko, spazierenzugehen
  • Ein Blick hinter die lodengrüne Kulisse
  • Nur die Spitze des Eisbergs
  • Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund…
  • Die „stille Jagd“ in der Praxis
  • Einblick unerwünscht
  • Wo sich Fuchs und Has` gute Nacht sagen
  • Ein Brief aus Bonn
  • Bemerkenswertes aus den Bundesländern
  • Die „humane“ Falle
  • Anmerkungen
  • Streuner und Wilderer: Katz` und Hund
  • Hundeelend
  • Anmerkungen
  • Anhang
  • Devisen-Jäger und Schieß-Touristen
  • Ein Hirsch für 25.000 Mark?
  • Überzählige Wisente
  • Wolfshatz in Bosnien
  • Zielscheibe Braunbär
  • Eisbär tot: Waidmanns Dank!
  • Löwe - Leopard - Büffel - Elefant: Auf Anfrage!
  • Jeder Schuß ein Beitrag zum Artenschutz
  • Anmerkungen
  • „Es wird noch schlimmer kommen“ - Jäger und Jagdgegner im Dialog
  • Ein Reh hat Augen wie ein sechzenhähriges Mädchen - Jägerische Innenwelten
  • Anmerkungen
  • Danksagung
  • Fragebogen

(Verlag: Dreisam. Jahr: 1988. Seiten: 200. ISBN: 3-89125-250-1.)

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