Das AntijagdBuch
„Der Jäger liebt die Natur wie der Vergewaltiger sein Opfer.“ Diese Aussage umreißt einige Aspekte der Jagd, die hier angeprangert werden: Die sexuelle Komponente, der psychische Hintergrund von Jagd und Jägern wird ebenso kritisch durchleuchtet wie die von vielen Jägern immer noch vertretene Behauptung, Jagd sei angewandter Naturschutz. Aber Ökologie nach Jagdherrenart heißt doch die Bekämpfung von „Raubzeug“ wie Habicht und Fuchs mit Flinte und Falle, Durchfüttern des Wildes zur Sicherung einer guten Trophäen-„Ernte“, Verbannung von Mensch, Katz und Hund aus dem Revier zwecks ungestörter „Hege“. Werden „Abschießwaren“ wegen weitgehender „Aberntung“ von Wald und Flur oder aufgrund von Schutzgesetzen hierzulande knapp, gibt es immer noch das Ausland, wo Jäger gegen gute Devisen ungestörter ihrer Lust frönen können und dabei noch glauben dürfen, einen Beitrag zum Artenschutz zu leisten. Schonungslos und bewußt provozierend nimmt die Autorin Jagd und Jäger aufs Korn und kommt am Ende ihrer Analyse zu dem Schluß: sie gehören ins Museum! Die Abschaffung der Jagd ist eine Frage der menschlichen Kultur.
(Verlag: Dreisam. Jahr: 1988. Seiten: 200. ISBN: 3-89125-250-1.)