Ethischer Konsum | Moral Purchasing

Ein besserer Begriff als „ethischer Konsum“ scheint der Begriff des „moral purchasing“ zu sein. Damit ist der Einfluss „moralischer Kognition“ auf Konsumentenentscheidungen gemeint. Jede dieser Entscheidungen kann als moralische Entscheidung gesehen werden, die über eine rein ökonomische Entscheidung hinausgeht. Hervorgehoben werden soll damit die Rolle des individuellen Konsumenten, der auf Basis von Information und seiner eigenen Moral imstande ist, seine Kaufkraft sinnvoll einzusetzen. Diskussionen über Ethik dagegen werden in diesem Kontext eher als Domäne professioneller Auslegung verstanden.1)

Anders ausgedrückt: „Philosophy boils down to that if we combine information about production processes, buying power and compassionate hearts then something good will come out of it.“2)

Ökologie und „soziale Nachhaltigkeit“ waren Ende der 80'er und Anfang der 90'er weit verbreitete Themen. Recht populär wurde beispielsweise der ethische Einkaufsführer „Shopping for a better world“, in welchem Hersteller nach den verschiedensten ethisch-sozialen Kritierien betrachtet wurden. Aufgegriffen wurde die Idee jetzt von der [http://www.warentest.de/ Stiftung Warentest], die im November 2004 mit einer Reihe von Tests auch kleinere Hersteller zumindest auf die Informationspolitik und Einhaltung gewisser Standards auf sozio-ökologische Nachhaltigkeit beginnt.3)

Auf http://www.ethical-junction.org/ gibt es ein Verzeichnis, eine Suchmaschine und Einkaufsmöglichkeiten für ethischen Konsum (Organisationen, Produkte, Dienstleistungen).

BuyNothingDay.co.uk|http://www.buynothingday.co.uk/

[::BuyNothingDay]

Mittlerweile auch schon eine schöne Tradition: der internationale BuyNothingDay, um auf die ökologischen und ethischen Folgen des Konsums aufmerksam zu machen. Samstag, 27. November: nichts kaufen — es gibt soviele andere schöne Dinge, wie man einen Tag verbringen kann…. :)

konsument.at: Bücher und Informationen - Vorstellung von Literatur zu Ethik und Konsum, u. a. Schwarzbuch Markenfirmen, No Logo von Naomi Klein, Gerechte Kleidung von Monika Balzer.

Deutsche Welle: Schuften für ein unbekanntes Fest - Kurzer Artikel über die Arbeitsbedingungen in chinesischen „Sweatshops“, in denen unter unmenschlichen Bedingungen Spielzeug für den europäischen (Weihnachts-) Markt produziert wird. Berichtet wird über Bemühungen, eine Art „Sozialsiegel“ einzuführen, das die Einhaltung eines Verhaltenskodexes seitens der Hersteller gewährleisten soll.

Kampagne für Saubere Kleidung - Initiative zur Einhaltung sozialer Mindeststandards in der Textilbranche (evangelisch, aber zum Teil ganz informativ).

Rugmark - Initiative gegen illegale (?) Kinderarbeit in der Teppichbranche, vor allem in Nepal und Indien.


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