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hoffnung_slos

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Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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hoffnung_slos [2011/08/15 20:55] (aktuell)
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 +=====  Hoffnung(slos)? ​  =====
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 +In Diskussionen zwischen omnivor lebenden Menschen und Veganern kommt früher oder später ein Punkt, an dem der Veganer ​ einfach für Geisteskrank erklärt wird. „Ihr seid ja nicht mehr normal, mir schmeckt mein Fleisch eben… Pah“
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 +Gut, wir sind es vermutlich gewöhnt die Außenseiter zu sein. Aber eine Frage drängt sich doch auf. Was ist eigentlich normal? Ist Normalität nicht das, was die Gesellschaft vorgibt? Fänden es alle Menschen ok ihre Toten nicht zu begraben sondern aufzuessen, wäre auch dies eine von vielen völlig normalen Sitten unserer Zeit.
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 +Viele Menschen können sich einen anderen Lebensstil nicht einmal vorstellen ​ Für uns ist der Status Quo völlig normal. So sehr  das wir total vergessen haben das z. B. Frauen früher keinerlei Mitspracherecht besaßen (und in vielen Ländern immer noch nicht!) Das früher jüdische Menschen vom „Volkshelden“ als Untermenschen bezeichnet wurden und kaum einer wiedersprach öffentlich. Dinge, die wir als total pervers ansehen sind in anderen Kulturen völlig legitim.
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 +Wenn man bedenkt das dunkelhäutige Sklaven früher in Amerika als Tiere gehandhabt wurden und oft schlechter behandelt als wir unsere versklavten „Nutztiere“,​ sollte man doch in der Lage sein unseren eigenen Kulturkreis ein wenig besser zu reflektieren. Heute sind es meist keine Menschen mehr die anders aussehen, aber immer noch empfindungsfähige Lebewesen die wir respektlos versklaven.
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 +In der Tierwelt außerhalb des Homosapiens gehen verschiedene Spezien bei Bedarf eine einfache und faire Symbiose ein wie Beispielsweise die Madenhacker sind Vögel, die sich häufig auf grossen Wildtieren aufhalten und lassen sich von diesen befördern. Sie suchen das Fell der Tiere nach Parasiten ab und entfernen diese.. Auch warnen sie Ihre Wirtstiere vor herannahenden Räubern. Ein faires Miteinander.
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 +Menschen hingegen ziehen es anscheinend vor, alle die sie gebrauchen können zu versklaven. Genau genommen haben wir es nicht einmal mehr nötig andere auszubeuten. Die Menschheit ist weit genug entwickelt das, würden alle resourcen effizient genutzt werden, niemand ​ mehr Hunger leiden müsste. ​ es ist einfach nur richtig dolle bequem für diejenigen, welche die Macht besitzen und alle anderen haben keine Wahl. Mit Status und Gesetzen wird man klein gehalten. Kaum jemand will den Rang, den er immerhin besitzt verlieren müssen. Es gibt immer einen unter dir und einen über dir. Damit lässt sich leben. Ganz unten stehen Mittellose Menschen, darunter andere Spezien. Die Menschheit breitet sich Rücksichtslos auf diesem Planeten aus. Natur erhalten wir nur dort, wo sie uns Nützlich erscheint. Die Riesigen Parkanlagen in Großstädten. Ein grüner, gepflegter Ort für die Menschen. Aber kein Platz für wilde Natur und Freiheit. Bräuchten wir diese Oasen nicht – es gäbe mit Sicherheit nicht einmal die.
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 +In Anbetracht der Entstehungsgeschichte des Menschen entwickeln wir uns erst seit enorm kurzer Zeit dahingehend,​ das wir erkennen den Planeten und die darauf lebenden Tiere zu brauchen, nicht umgekehrt. Zerstören wir alles um uns herum, zerstören wir mit unserem Lebensraum auch uns selbst. Aber sind wir so eingeschränkt in unserem Empfinden das uns nur egoistische Motive daran hindern anderen Leid zuzufügen? Sind wir nicht in der Lage ein Leben am leben zu lassen, nur weil es lebt? Warum teilen wir die Pflanzen und Lebewesen in Unkraut und Blumen ein und warum in Schädlinge und Nützlinge? Und warum stören uns andere Lebewesen? Warum gerät jede ordentliche Hausfrau in Panik, wenn sie ein Spinnennetz samt Spinne in einer versteckten Ecke findet? Warum sagen wir nicht Hallo, schön das es Dir bei uns gefällt? ​ Wir benehmen uns anscheinend wie kleine, verzogene Kinder die einen Gegenstand lieber zerstören bevor sie ihn nicht nutzen können. Nur tun wir dies auch mit Lebewesen!
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 +Interessanterweise nehmen wir Unrecht bewusst war, wenn wir es selbst ​ erleben. Seltener hingegen wenn es anderen wiederfährt. Im Gegenteil. Geschieht dem nervigen Arbeitskollegen den wir ohnehin hassen etwas Unangenehmes,​ kann so mancher sich ein innerliches Grinsen nicht verkneifen. Viele glauben sogar dem lange aufgestauten Gefühl nachdruck verleihen und  in irgend einer Weise hinterher treten zu müssen. Würde das gleiche hingegen uns selbst zustoßen wären wir darüber traurig, entrüstet oder wütend. Geschieht das Unrecht nicht im eigenen Land sehen die meisten Menschen weg. Wir wissen alle das in den meisten Entwicklungsländern grausame Dinge geschehen. Frauen werden bei vollem Bewusstsein beschnitten und verstümmelt. Kinder und alte Menschen verhungern oder verdursten und bei uns verderben die Lebensmittel in den Regalen. Es gibt Wege dieses Unrecht zu verhindern, warum tun wir aber nichts? Warum ist uns eine  Fußball-WM oder Autorennen wichtiger? Es kommt noch schlimmer. Mit den Resten aus unserer Überflussgesellschaft die verbrannt werden, wird unter anderem das Fußballstadion geheizt. Woanders wären die Menschen froh wenn sie trockenes Brot hätten. Aber nein. Wir hingegen kaufen ​ zu einem Spottpreis Getreide, Mais und Soja ein und verfüttern es an „unsere Masttiere“ damit Lebewesen zu Fleisch werden. 16 Kg Getreide werden verschwendet für 1 Kg Fleisch. Für diese Menschen ist es – im Gegensatz zu unserer Gesellschaft – keine Frage von Lebensqualität. Sondern von überleben und sterben. ​ Und das interessiert nicht?
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 +Tagtäglich werden Tiere in Versuchslabors verbraucht. Nur damit sie infiziert und an ihnen experimentiert werden kann, wie Krankheiten geheilt werden, die wir selbst oft nur durch einen ungesunden Lebensstil herbeiführen. Dafür sterben unzählige Tiere. Warum tun wir so etwas einem Lebewesen an? Wir selbst möchten nicht krank werden, daher quälen und töten wir Millionen anderer Lebewesen um selbst an Lebensqualität zu gewinnen. HEUTE verurteilen wir immerhin die Taten der Naziärzte. Aber sind wir nicht alle insgeheim Dankbar darüber das diese Versuche „unser Leben retten könnten“? ​ Nein – denn ist ein Leiden erst einmal groß genug interessiert es einen nicht mehr woher die Informationen zur Linderung stammen. Es wird schlichtweg verdrängt das wir diesen Ärzten so manchen Impfstoff und so manche Heilmethoden zu „verdanken“ haben. Wesentlich effektiver als heutige Tierversuche waren die Menschenversuche allemal. Trotzdem kommt heute hoffentlich kein anständiger Mensch mehr auf die Idee Menschenversuche durchzuführen. ​ Vergangenes zu kritisieren ist leicht. Aber auch heute gibt es Menschen die keinerlei Empathie mit anderen Lebewesen zeigen. Versuche, die nicht weniger grausam sind werden damit legitimiert,​ das es sich ja um andere Spezien handelt. Wenn diese aber so anders ​ reagieren und empfinden, welchen Nutzen sollen die Versuche haben? Und selbst wenn sie einen Nutzen hätten, mit welchem Recht nehmen wir uns diese Grausamkeiten heraus? Und das ist völlig normal!
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 +Die Frage steht im Raum. Warum? Sind wir wirklich nichts anderes als die größten Parasiten dieses Planeten? Sind wir nicht mehr als ein Krebsgeschwür das diesen Planeten überwuchert und irgendwann zerstört? Sind wir nicht in der Lage etwas unserem geistigen Potential entsprechendes zu schaffen und friedlich zu leben?
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 +Die Geschichte zeigt, das eine Wandlung möglich ist. Warum aber bekommen wir unseren Hintern erst hoch, wenn er selbst in Gefahr gerät? Dann ist es zu spät und wir haben unser Schicksal verdient.
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 +Wir dürfen Unrecht nicht einfach hinnehmen. Lebt vegan und öffnet die Augen. Richtig und falsch liegen oft im Auge des Betrachters,​ daher schadet es nicht über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.
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 +Ausführlichere Infos:
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 +  * http://​www.goveggie.de/​welthungeragri.php
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 +  * http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Menschenversuch#​Geschichte_der_Menschenversuche
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 +  * http://​de.wikipedia.org/​wiki/​Tierversuche
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 +  * http://​www.anti-speziesismus.de/​brennpunkte.html
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 +Autor: Feilchen
 +Originaltext:​ www.vegan-leben.com
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 +Die Menschen scheinen wirklich darauf programmiert zu sein sich selbst zu zerstören. Leider macht der genzenlose Egoismus keinen Halt vor anderen Mitlebewesen,​ egal ob Mensch oder Tier. Solange wir Kriege führen und gewalttätig sind gibt es viel arbeit für uns. Vielleicht ist ja irgendwann einmal soviel Geist unter den Menschen, daß wir die Kurve doch noch bekommen.
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 +Ich würde mir für den Anfang schon mal eine Einigkeit unter den Veganern wünschen.
 +[[User:​Isabelle|Isabelle]] 2006-07-21 18:38
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hoffnung_slos.txt · Zuletzt geändert: 2011/08/15 20:55 (Externe Bearbeitung)