Gesunde Ernährung

Was ist gesund?

Um zu erläutern, was gesunde Ernährung überhaupt einschließt, sollte man sich einmal fragen, was gesund, bzw. was ungesund ist.

Gesund ist alles, was dem Körper die nötigen Nährstoffe liefert um seine Funktionalität zu erhalten, oder sogar zu verbessernd. Gesund ist alles, was dem Körper gut tut.

Ungesund ist alles, was den Körper kurzfristig oder langfristig schadet. Im Grunde sind auch alle gesunden Lebensmittel im unverhältnissmäßigem Übermaß ungesund, da eine einseitige Ernährung nicht alle Nährstoffe liefern kann.

Ungesund sind alle Giftstoffe die den Körper schädigen können. Dazu zählen insbesondere künstliche Geschmacksverstärker, künstliche Konservierungsmittel, Pflanzenschutzmittel, Leichengifte, etc.

Ernährungsformen

Es existieren verschiedene Auffassungen darüber, was gesunde Ernährung ist. Jeder, der eine spezielle Ernährungsweise bewusst praktiziert, hält seine Form für die gesündeste. Richtig durchgeführt hat sicher jede Ernährungsform ihre Vorteile, das schließt auch die Ernährung mit den Leichenteilen von Tieren nicht aus. Auf den Ethischen Standpunkt wird unter Speziesismus oder auf anit-speziesismis eingegangen. Es gibt verschiedene Ernährungstypen die sehr interessant sind:

Fleisch und Gesundheit

Ein bisschen Fleisch ist sicherlich nicht völlig ungesund (zumindest nicht für den Konsumierenden). „Fleisch essen ist genauso gut und Gesund wie Salat essen“ - ist eine vielfach von omnivoren Menschen angebrachte Aussage - und sie haben recht. Ein mageres Stück aus der Seite einer Kuh die bei einem Biobauern das ganze Jahr auf der Wiese stand ist sicher genau so „gesund“ oder sogar etwas „gesünder“ wie ein mit Pestiziden und Düngemittel verseuchter Salatkopf. Warum? Weil auch diese Kuh Medikamente erhält. Nicht so viele wie bei der herkömmlichen „Fleischprodkuktion“, aber auch. Sie wird auch ermordet und es geraten Stresshormone in die Zellen die das Fleisch verderben - und mal im Ernst, wer würde keine Stresshormone produzieren wenn er zur Schlachtbank getrieben wird? Nach dem Tod eines Tieres zersetzen Leichengifte den Körper. Dieser Prozess wird mit künstlichen Mitteln gestoppt - ist nur die Frage, ob die Leichengifte nicht gesünder wären als die Chemie.

Fleisch besitzt, wenn es erst einmal bis zu einem Teller geschafft hat, kaum noch für den Menschen wichtige Nährstoffe, dafür aber jede Menge gifte und chemie. Nahezu alle Nährstoffe werden bei der Zubereitung von Fleisch zerstört. Um Bakterien und Keime abzutöten, muss das tierische Gewebe stark erhitzt werden. Dies übersteht kaum ein Vitamin. Fleisch enthält kaum natürliche Vitamine und weniger ungesättigte Fettsäuren als in Obst, Gemüse, Getreide, Samen und Nüssen zu finden. Mehr Infos über Vitamine wie z. B. das B12 usw findest du unter Ernährung.

Die Überfettung und Entwicklung der meisten Zivilisationskrankheiten steht mit übermäßigem Fleischkonsum, zu viel ungesundem Fett und FastFood in Verbindung.

Vegetarismus und Gesundheit

Viele fortschrittliche Ärzte glauben, die auf Bioprodukte aufgebaute vegetarische Ernährung wäre die gesündeste überhaupt. Wie gesund die vegane Ernährung ist, hängt sehr davon ab, wie man sich vegan ernährt.

Es ist klar, dass man sich auch nicht-vegan, aber gesund ernähren kann (und das bestimmt auch viel einfacher), die Gesundheit muss jedoch kaum ein Argument für den Veganismus sein, sondern lediglich eine notwendige Bedingung.

Nahrungsergänzung

Auch für Veganer ist es wichtig, seinem Körper eine rundum durchsorgte Ernährung zu zuführen. Viele Stoffe, wie Eiweiß sind in Veganerfreundlichen Produkten weniger enthalten. Als Lösung bieten sich biologische Nahrungsergänzungsmittel an. Diese bestehen meist auf der Basis von Algen, wie Spirulina oder Chlorella (http://www.spirulina-handel.de/Chlorella-Vorteile-im-Ueberblick:_:28.html).

Vegan und Gesundheit

Für einen ethisch motivierten Veganer ist die Frage entscheidend, ob man sich vegan und gesund ernähren kann, nicht ob Veganismus die gesündeste Ernährungsform ist. Es ist tatsächlich manchmal etwas schwierig, die ganzen theoretischen Erkenntnisse mit der Praxis im Alltag zu verbinden, und wenn's dann auch noch vegan sein soll und man vielleicht noch viel unterwegs ist oder in der Prüfungszeit usw. Allerdings hat auch gesunde Ernährung viel mit Gewohnheiten zu tun, und wenn man erstmal wieder einen gewissen Rhythmus gefunden hat, ist auch vegane gesunde Ernährung durchaus ohne allzu großen Aufwand möglich.

Freude am Essen

Es ist wichtig, dass das Essen Spaß macht. Wer sich täglich mit mühe und Not sein Vollkornbrot reinzwängt, wird trotz allem gesunden Essen nicht gesund sein. Zu einer gesunden Ernährung gehört Abwechslung, liebevolle Zubereitung, ein angenehmes Ambiente, am besten noch jemand zum Erzählen, gute Musik… das ist nun wirklich nicht davon abhängig, ob das Essen vegan ist oder nicht. Das bewusste Essen macht sicher mehr Spaß, erst Recht, wenn es im Einklang mit den eigenen ethischen Vorstellungen steht.

Ausgewogenheit der Ernährung

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig. Allerdings ernähren sich viele (nicht alle) Veganer wesentlich abwechslungsreicher und bewusster als die meisten Nicht-Veganer der sich von Cola und McDoof und FastFood aus dem Supermarkt „ernährt“. Viele Kinder in der Grundschule haben noch nie eine Ananas gesehen und die meisten kennen kaum Gemüse das über Erbsen, Möhren und Kohl als notwendige Beilage hinaus geht. Abwechslungsreich kann individuell definiert werden:

  • einen bunten Teller, ansprechend zurecht gemacht
  • reich gedeckten Tisch,
  • jeden Tag etwas anderes essen
  • so ernähren, dass alle für den Organismus notwendigen Nährstoffe aufgenommen werden (und zwar täglich frisch)

Wie bunt und reichlich der Tisch gedeckt ist, hängt nicht vom Veganismus ab, sondern von jedem selbst. Wer sich bewusst mit Ernährung auseinandersetzt, hat meistens auch einen vielfältigen und bunt gedeckten Tisch, auch ohne andere Tiere ausbeuten zu müssen.

Empfehlenswerte Bestandteile für die tägliche Gesunderhaltung bei veganer Ernährung sind:

  • viel Rohkost
  • viele Vollkornprodukte
  • weniger Tofuprodukte (etwa im selben Maße wie omnivore Fleisch essen „sollten“)
  • hochwertige, kalt gepresste Pflanzenöle wie z. B. Leinöl verwenden und nicht erhitzen!
  • Hefeflocken (sollten nicht erhitzt werden, also erst nach dem kochen zufügen)
  • Verschiedene Sorten Nüsse
  • Bioprodukte verwenden oder einen eigenen Garten anlegen
  • wer auf ganz sicher gehen will, kann verschiedene pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel verwenden wie z. B. Spirulina usw.

Selbstverständlich reicht eine tägliche Ernährung mit Vollkornreis nicht aus. Auch hier ist die Abwechslung wichtig.

Propaganda gegen Veganismus

Aus einer Pressemitteilung (net-tribune.de/article/r080905-03.php) der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V., der neben Medizinern, Apothekern und Ernährungswissenschaftlern auch dutzende Firmen und Verbände aus der pharmazeutischen Industrie sowie der Lebensmittelbranche angehören:

„Veganer und Rohköstler ernähren sich […] nicht gesünder, als der gesundheitsbewusste Mischköstler. Eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen und Eisen ist auf Dauer bei veganer Ernährungsweise ohne Nahrungsergänzung unmöglich. Außerdem wird das Abwehrsystem des Darms sowie die Aufnahme von bestimmten Mineralstoffen wie Kalzium von „Gefahrenstoffen“ wie Phytin- und Oxalsäure behindert, die in einigen rohen Pflanzenteilen anzutreffen sind. Pflanzen schützen sich auf diese Weise vor Fraßfeinden.“

Dieser Beitrag ist sehr amüsant und musste daher unbedingt hier aufgenommen werden. Wer glaubt heutzutage noch daran, dass die oben aufgezählten Personenkreise mehr an dem individuellen Menschen und besonders an unserer Gesundheit als an unseren Geldbeuteln interessiert sind? Natürlich werden sich Menschen, die an der Ausbeutung von Tieren verdienen nicht in die eigene Suppe spucken und somit alles daran setzen, Menschen, die ihnen gefährlich werden könnten zu diskreditieren. Es ist schlichtweg nicht wahr, dass Veganer sich nicht ohne Nahrungsergänzung ernähren können. Allerdings kommt es darauf an, was man als Nahrungsergänzung betrachtet. In diesem Fall kann man sicherlich von den pharmafinanzierenden, künstlichen Präparaten ausgehen die diese Menschen empfehlen und mit welchen wir ihnen ihr Luxusleben finanzieren.

Die „Gefahrstoffe“ in pflanzlicher Kost sind besonders zu betrachten. Sie kommen nämlich in erster Linie in rohem Getreide und Hülsenfrüchten vor. Wir stellen uns nun einen Veganer vor, der vor seiner Müslischale sitzt und sich rohe Linsen einverleibt :-) Phytinsäure und Co werden beim erhitzen und zubereiten abgebaut und stellen somit keine große Gefahr für Pflanzenköstler dar. Auch Vollkornprodukte werden durch eine spezielle Teigführung von Phytin befreit. Keimlinge sind ebenfalls sehr gesundheitsfördernd.

Die irrelevante Behauptung, Fleisch sei ungesund trifft nur im gegartem Zustand zu. Studien über ungegartes Fleisch, deren Stoffe durch die Hitzeeinwirkung nicht in giftigen Stoffen zersetzt wurden, gibt es nicht. – VR

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