In der derzeitigen Gesellschaftsform ist es nicht leicht vegan zu leben. Noch schwieriger ist es jedoch teilweise, Kinder vegan aufzuziehen. Diese Seite soll Tips und Tricks bieten um den Umgang mit alltäglichen Problemen zu erleichtern.

Die Schwangerschaft

Die Geburt

Das erste Jahr

Stillen

Die gesündeste Babynahrung ist Muttermilch. Sowohl aus Tierrechts- wie auch aus gesundheitlicher Sicht sollte Flaschennahrung nach Möglichkeit völlig abgelehnt werden. Warum aus ethischen Gründen Milch von anderen Spezies abgelehnt werden sollte ist hoffentlich klar, wenn nicht, lesen: http://www.anti-speziesismus.de/milch.html.

Warum die Mutterbrust am besten ist

  • Körperkontakt: Körperwärme und Körperkontakt sind wesentlich intensiver wenn das Baby die Mutterbrust erhält. Die warme Brust ist wesentlich angenehmer als ein Gumminippel.
  • Gesundheit: Muttermilch ist und bleibt die natürlichste und gesündeste Nahrung für Babys.
  • Reflexe: Das Baby muss an der Brust viel kräftiger und länger saugen, dadurch werden die Saugreflexe besser trainiert.
  • HUNGER!: Das essen ist immer da und muss nicht aufwändig vorgewärmt werden. Für Babys ist es ein Grundbedürfnis das Hunger sofort gestillt werden muss!
  • Bindung: Das Vertrauen und die Bindung zwischen Mutter und Kind werden gefestigt. Am besten noch, mit Papi zusammen dabei kuscheln.
  • Temperatur: Die Muttermilch hat in der Brust immer die richtige Temperatur. Es kann wahre Traumen auslösen wenn die Flaschenmilch zu warm oder zu kalt gegeben wird.
  • Je länger ein Baby gestillt wird, desto eher kann Allergien vorgebeugt werden.

Tipps zum Stillen

  • Reinigung: Die Brustwarzen vor dem Stillen mit klarem, abgekochtem (aber nicht mehr heißem) Wasser reinigen. Spezielle Mittelchen sind nicht notwendig!
  • Atmen: Immer darauf achten, das die Nase des Babys nicht verdeckt wird, damit es gut atmen kann. Sonst trinkt es auch nicht gut und der Rhythmus kann gestört werden weil es zu früh wieder hungrig wird.
  • zu wenig Milch: Die Milchproduktion wird angeregt, wenn man selbst mehr trinkt. Der Flüssigkeitsbedarf ist ohnehin erhöht, so dass frau beinahe gar nicht genug trinken kann. Häufigeres anlegen und Nuckeln lassen an der Brust steigert ebenfalls die Milchproduktion z. B. statt alle 4 Stunden, alle 3. Außerdem sollte die Mutter sich viel Ruhe und Entspannung gönnen. Ein altes Hausmittel empfiehlt Bockbier zu trinken, wobei Alkohol während der Stillzeit eigentlich tabu sein sollte.
  • Abpumpen: Sind die Brüste aufgrund einer Überproduktion zu schwer und schmerzen kann man etwas Milch abpumpen. Aber nie zu viel. Nur gerade so viel, das der stärkste Druck raus ist. Wird zu viel Milch abgepumpt, steigert das die Milchproduktion zusätzlich.
  • Dill: Dill fördert den Milchfluß. Am besten aus den Samen einen Tee kochen.

Abstillen

  • Am besten über einen längeren Zeitraum langsam die Zusatznahrung steigern. (über ca. 6 Wochen) Ganz langsam immer mehr dazufüttern und nicht durcheinander. Bei jeder neuen Nahrung langsam abwarten ob es von dem Baby vertragen wird. Bei langsamen Abstillen sind Medikamente um Milchstau zu verhindern in der Regel nicht notwendig!
  • Möglichst wenig trinken
  • Einen festen BH tragen
  • Bei Schmerzen kann ein Eisbeutel auf der Brust für Abhilfe sorgen.

Windelausschlag

  • Um Windelausschlag zu vermeiden sollten möglichst hochwertige, sehr saugfähige Windeln verwendet werden.
  • Vorbeugend und bei Windelausschlag sollte man möglichst viel Luft an die betroffenen Stellen lassen.
  • Wer wie zu großmutters Zeiten mit Stoffwindeln arbeiten möchte, sollte die Windeln bei Bedarf möglichst schnell wechseln. Ansonsten sind Stoffwindeln besser als billige Plastikwindeln, da sie die Haut atmen lassen.
  • Bei Windelausschlag sollte man den Po nicht mit Wasser waschen. Am bessten mit einem Wattebausch und Olivenöl (Salatöl ist genau so gut).

Nuckeln

  • Daumenlutschen kann zu Kieferverformungen führen. Dann schon lieber spezielle Beruhigungsschnuller anbieten.
  • Flächschen: Keine gesüßten Getränke wie Tee oder Säfte ins Bett zum trinken geben. Dies führt zu schlechten Zähnen. Besser: Von Anfang an abgekochtes Wasser oder ungesüßter Früchtetee (Kein Schwarztee etc.!)

Kinder, Kinder

Ernährung

  • Spinat: Kindern niemals aufgewärmten Spinat zu essen geben. Es bildet sich Nitrit das giftig ist.

Kleidung

  • Schuhe: Kinderschuhe sollten nach Möglichkeit neu gekauft werden und rechtzeitig gewechselt um Fehlbildungen zu vermeiden. Solange das Kind wächst ist ordentliches Schuhwerk, nach möglichkeit aus natürlichen Materialien, unverzichtbar!
  • Stricken: Wenn man Pullover oder Jacken strickt, sollte immer von der Armkugel an nach unten gestrickt werden. So können zu kurz gewordene Ärmel einfach weitergestrickt werden. Einfach die Maschen am Bündchen wiederaufnehmen und die Ärmel verlängern. In Geschäften gibt es Baumwolle und Microfaser zum stricken.
  • Imprägnieren: Handschuhe und Jacken aus Baumwolle können für mehrere Stunden in essigsaure Tonerde gelegt werden. Anschließend die Kleidungsstücke ungespült zum trocknen aufhängen.

Wohlbefinden

  • Mückenstiche sind für Kinder besonders unangenehm. Ein paar Tropfen Nelken- oder Eukalyptusöl in einem Schälchen vertreiben ungebetene Gäste.

Kinderfreuden

  • Seifenblasen: Bitte keine teuren und meist unveganen Seifenblasen kaufen. Wunderschöne Seifenblasen kann man mit einem Becher, Draht, Wasser und Spülmittel (z. B. Ecover) leicht selbst herstellen. Evtl. mit einem Spritzer Lebensmittelfarbe einfärben. Mit stabilem Draht und einem Eimer können auch Riesenblasen hergestellt werden - Der Partyspaß für jeden Geburtstag.
  • Kuscheltiere regelmäßig waschen, oder wenn dies nicht geht regelmäßig schockfrosten (in der Tiefkühltruhe) um Bakterien zu zerstören. Dies beugt auch Allergien vor.

Siehe auch

vegane_hausmittel Ordner:Kinder