Alternativen zur Schulmedizin

Arzneimittelformen

Kapseln

Viele Medikamente werden in Form von Kapseln, die man vollständig schluckt, verabreicht. Die Hülle dieser Kapseln besteht aus Gelantine, einem aus getöteten Tieren gewonnenen Stoff. Ich habe nur wage Gerüchte darüber gehört, dass es auch nichttierische Kapseln geben soll. Weiß jemand mehr?

Doch, solche Kapseln gibt es. Ich supplementiere beispielsweise ein - von der Vegan Society zertifiziertes - in Kapseln verabreichtes Präparat. Die Kapseln setzen sich wie folgt zusammen:

  • Hypromelose
  • Water
  • Chlorophyline
  • Titanium Dioxide

Diese Kapseln (also nicht das Präparat) werden unter dem Label green VCaps vertrieben. Allerdings ist davon auszugehen, dass sie von den wenigsten Pharmaziekonzernen eingesetzt werden. Dennoch ist eines festzuhalten: Generell lassen sich solche Kapseln auch vegan herstellen.

Sonstiges

Siehe auch: Körper und Geist - Die gängigsten Beschwerden und wie man ihnen beikommen kann.


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Kommentare

Wie macht ihr das wenn ihr in der Apotheke diese Pillen bekommt mit Gelatineüberzug? – Olli

Hmmm, Arzneimittel sind so eine Sache. Neben der möglichen Verwendung von Gelatine als Geliermittel basieren viele Medikamente (wie übrigens auch Kosmetika) auf Tierversuchen. Das ist alles andere als vegan. Wenn man die Zeit und die Nerven dazu hat, kann man sich natürlich bei Ärzten und Herstellern danach erkundigen und gegebenenfalls auf andere Medikamente umsteigen, die ohne Gelatine oder Tierversuche auskommen. Eine eindeutige Kennzeichnung der Arzneimittel und Kosmetika dazu gibt es allerdings nicht. Alternativen innerhalb der pharmazeutischen Erzeugnisse werden daher oft nur schwer oder kaum zu finden sein. Die Frage wäre dann, ob man seine ethisch-moralischen Grundsätze über die eigene Gesundheit stellen möchte.

Kritiker der Pharmaindustrie vertreten die Ansicht, dass viele Medikamente sowieso gar nicht bzw. nur durch den Placebo-Effekt helfen, oder durch Nebenwirkungen sogar noch Schäden hervorrufen. Außerdem behandeln sie meist nur die Symptome von Krankheiten, nicht deren Ursachen.

– Unbekannt


So sehr ich es doch akzeptiere, dass manche Menschen nach veganen Prinzipien leben, so kann ich es doch nicht verstehen, dass hier die Meinung kundgetan wird, dass Medikamente nur durch Placebo Effekt wirken. Um solche Wirkungen wie den Placebo - Effekt aus Medikamentenstudien rauszukürzen werden doppelt Blindversuche gemacht, die zeigen recht deutlich, dass die Wirkung von Medikamenten definitiv gegeben ist. Selbstverständlich behandeln manche Medikamente nur die Symptome, aber man sollte nicht vergessen, dass man auch an Symptomen sterben kann, wie zum Beispiel durch Erstickung durch einen zugeschwollenen Rachenraum. Und nein, es ist nicht die Frage, ob man seine ethischen Grundsätze über seine Gesundheit stellt. Es wäre grob fahrlässig sich einer Behandlung zu verweigern, nur weil ein Bestandteil aus tierischen Produkten besteht. Ja, was meint ihr denn, woher die Ärzte über Jahrhunderte ihr Wissen angehäuft haben? Viele Behandlungsmethoden, gerade im Hinblick auf Operationen, sind durch Tierversuche entstanden und haben so schon etlichen Menschen das Leben gerettet, vielleicht seid ihr selbst durch Kaiserschnitt zur Welt gekommen und nur deshalb gesund, der erste an dem so etwas ausprobiert wurde, war übrigens ein Schwein, welches nach der Operation verstarb. Wenn man sich nun als Veganer der Hoffnung hingibt, bei einem Heilpraktiker die Lösung zu finden, weil man dort auf Wunsch nur pflanzliche Medikamente verschrieben bekommt, so seid gewarnt, ein Heilpraktiker ist kein Arzt und die Heilung, die man da erfährt, die tritt in der Tat nur durch den Placebo - Effekt ein oder man hatte keine schlimme Krankheit. Eine Lösung zu diesem Problem bietet mit Sicherheit ein Arzt mit einer ganzheitlichen Ausbildung, der sich auch auf Naturheilverfahren spezialisiert hat. Diese Ärzte findet man in den gelben Seiten für seine Stadt. Wenn man als Veganer öfter zum Arzt muss, ist das jedoch kein Wunder, denn durch die nicht vorhandene Aufnahme von tierischen Eiweißen (die Vegetarier noch gut ausgleichen können) und Fetten entstehen Mangelerscheinungen, denn rein objektiv und biologisch betrachtet ist der menschliche Körper nicht dafür ausgelegt, sich von ausschließlich pflanzlicher Nahrung zu ernähren, dies ist ganz klar schon an unserer Physiologie erkennbar (z.B. Zähne, Verdauungsapperat). Kinder nehmen sogar immensen Schaden bei veganer Ernährung, was sich durch geistige Defizite und Wachstumsstörungen bemerkbar macht.

– Aiksas 2005-10-05 13:16


Mediziner?

– Unbekannt 2005-10-12 11:06


Schau dir mal ein menschliches Gebiss an und vergleiche es mit dem von fleischfressenden Tieren.. Na? Unbekannt 2005-11-17 21:33


Vegane Medikamente kann es schon deshalb nicht geben, weil Tierversuche noch immer Bedingung sind für eine Zulassung hannes 2006-02-15 23:18


Hier mal ein paar Buchempfehlungen zum Thema:

  • Heilen mit Kräutern und Pflanzen (Natürliche Behandlung für mehr als 100 Beschwerden ISBN: 3-8299-0329-4)
  • Naturheilkunde Lexikon (Krankheitsbilder und Heilverfahren ISBN: 3-572-01501-4)
  • Mit Heilkräutern schön und gesund (ISBN: 3-570-01316-2)
  • Heilkräfte der Natur (Die bewährten Methoden der sanften Medizin ISBN: 3-87070-447-0)
  • Die andere Medizin (Nutzen und Risiken sanfter Heilmethoden ISBN: 3-924286-83-3)
  • Lebensbedingte Krankheiten (von Bruker, ISBN: 3-922434-22-3)
  • Wie Sie Ihren Arzt davon abhalten, Sie umzubringen (ISBN: 3-930219-99-9)
  • Trau keinem Doktor (Bekenntnisse eines medizinischen Ketzers ISBN: 3-924845-22-0)
  • Was Ärzte Ihnen nicht erzählen (Die Wahrheit über die Gefahren der modernen Medizin ISBN: 3-932576-55-1)
  • Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe (ISBN: 3-932576-67-5)
  • Impfungen der unglaubliche Irrtum (ISBN: 3-88721-085-9)

Nur eine kleine Auswahl. Es gibt noch viel mehr, einfach mal selbst suchen, z. B. bei Amazon oder so. (Hierbei handelt es sich um Gesundheitsbücher, nicht um Tierrechtsliteratur!)

Mit dem nötigen Wissen kann Mensch FAST alles heilen ohne für den Rest seines Lebens mit den Nebenwirkungen der Medikamente kämpfen zu müssen und Tier und Natur für seine meist Hausgemachten „Zipperleins“ zu quälen. Feilchen 2006-04-30 15:35


Von mir auch noch ein Buch: „herbal medicine“ von Nina Nissen, ISBN 0340867744. Nach einem allgemeinen Einführungsteil zum Verständnis von heilenden Pflanzen und ihrer Wirkung geht die Autorin die einzelnen Bereiche des Körpers durch, charaktisiert typische Erkrankungen und empfiehlt verschiedene Kräuter. Im dritten Teil werden die Pflanzen von A-Z noch einmal aufgeführt und ihre mögliche Anwendung beschrieben. Wenn jemand nach Informationen sucht, die in diesem Buch stehen könnten: fragt einfach hier auf dieser Seite nach.

lg, Peppermint 2006-05-01 01:01


Hallo!

Hier kommt mal ein Kommentar von einer veganen Heilpraktikerin. Erstmal: Hat ein Kind eine Veganers eines Krankheit, ist es natürlich die Ernährung (Achtung Ironie). Aber wart ihr mal in einer ganz normalen Kinderarztpraxis gewesen und habt euch da die kranken, verrotzten, hustenden, leukämie geplagten, behinderten, zurückgebliebenen, allergisch reagierenden Kinder angesehen, die dort täglich ein und aus gehen. Sind diese Kinder und deren Eltern dann auch Veganer? Ich finde es erschreckend, daß hier doch äußest uninformierte Halbwissende in dieses Wiki schreiben. Jeder der ernsthaft über das Thema Veganismus nachgeforscht hat und sich nicht vom Mainstream und vom Springer-Verlag seine Meinung diktieren lässt, sollte eingentlich zu dem Entschluss gekommen sein, daß vegan zu leben, die ökonomischste, gesündeste und ethisch korrekteste Lebensweise ist. Mensch Leute, ihr könnt doch alle lesen! Hier sind ein paar wirklich sehr gute Buchempfehlungen gemacht worden. Es ist nicht verständlich für mich, daß jemand ein Lebewesen umbringen lässt, nur weil es ja ach so gesund sein soll. Ist es aber nicht! Würdet ihr euch die Fingernägel blau schlagen, wenn man euch erzählt, daß sie dann Vitamin B12 bilden? Nein, denn dann würdet ihr euch genaustens informieren (Nägel blau schlagen tut ja weh). Na, zum Glück haben durch den Fleisch, Eier und Milchkonsum nur die Tiere die Schmerzen und das Leid. Damit lebt es sich doch schon viel besser und das ganze Informieren fällt weg. Bis dann Arthritis, Gicht, Rheuma oder andere nette ernährungsbedingte Krankheiten kommen und dann ist das Gejammer groß. Ich finde es sehr bedauerlich, daß wir Menschen die weit entwickeltst Großhirnrinde besitzten, aber die dümmst mögliche Gesellschaft zugelassen haben. Behandelt andere so, wie ihr auch behandelt werden möchtet. (Ja, auch Tiere!) Damit ist doch alles klar? Nochmal: Physiologisch gesehen ist vegane Ernährung sehr gesund und empfehlenswert! Zu der Kritik an der naturheilkundlichen Medizin kann ich dem Verfasser des Kommentars nur den Rat geben sich mal zu erkundigen, was man alles so aus Schlafmohn machen kann. Und dann darfst du gerne nochmal über deine Naturheilkunde-Placebo-Theorie nachdenken. Ja meinst du denn wir Heilpraktiker wären alle blöd und würden wild mit den Placebos um uns werfen? Wir behandeln zum Beispiel sehr erfolgreich Multiple Sklerose mit Argentum Nitricum, oder eine Mononukleose mit Darmausleitungen (ist dir natürlich alles ein Begriff, da du dich selbstverständlich vorher über das informiert hast, was du kritisierst!). Das sind übrigens relativ schwere Erkrankungen, die wir zusammen mit den Hausärzten und Kliniken therapieren, die komischerweise alle eine ganz andere Meinung von den Heilpraktikern haben. Zum Schluss möchte ich noch sagen, daß wir Veganer NICHT Körner knabbernd und in Leinen gekleidet durch die Gegend wallen, sondern wie gaaaanz normale Menschen aussehen. Ja, das ist bei unserem Lifestyle gar kein Problem. Isabelle 2006-05-05 18:25


Was den Placeboeffekt angeht, finde ich es gar nicht schlimm, wenn ein Medikament gleich welcher Art auf diese Weise wirkt. Schlimm finde ich nur, wenn dabei Interessen verletzt werden, sei es durch schädigende Nebenwirkungen, Tierversuche oder hohe Preise.

Dass viele Pflanzen tatsächlich auf den menschlichen Organismus wirken und nicht nur als Placeboeffekt, steht auch außer Frage. Neben den schon erwähnten Drogen, die unter anderem aus Mohn, Hanf, Pilzen oder Coca gewonnen werden, denke man z. B. an heilende Kräuter oder die antiseptische Wirkung von Kurkuma. Nicht zuletzt die Schulmedizin selbst verwendet ja auch viele pflanzliche Extrakte als Medikamente oder als Bestandteil von Medikamenten.

Dem über „Jahrhunderte angehäuften Wissen“ von Ärzten stehen jahrtausende alte Weisheiten z. B. aus dem Ayurveda (Indien) oder der Akupunktur (China) gegenüber. Mittlerweile ist selbst beim Gesetzesgeber angekommen, dass sich damit so manche Krankheit erfolgreich behandeln lässt, etwa Knie- und Rückenschmerzen durch Akupunktur.

Es geht letztlich gar nicht um ein „Schulmedizin vs. Heilpraktiker und alles andere“, sondern um den Hinweis darauf, dass sich vielen Probleme auch mit pflanzlichen - oder, noch besser, durch vorbeugende Maßnahmen - begegnen lässt. Was im konkreten Fall am besten hilft oder Anwendung finden kann, sollte je nach Situation und Umständen enschieden werden. Weder die Erkenntnisse der Schulmedizin, noch die der anderen Bereiche sollten dabei ausgeschlossen werden.

lg, Peppermint 2006-05-05 23:49


Namaste Peppermint!

Der Placebo ist eine wirklich wunderbare Sache. Nur leider ist der Begriff total in den Dreck gezogen worden. Die meisten Leute verstehen unter Placebo nämlich Einbildung und schließen darauf dann auch auf eine eingebildete Erkrankung.Dabei gibt es keine eingebildeten Krankheiten. Jede nachweisbare oder nicht nachweisbare, körperliche oder geistigen Einschränkung der Lebensqualität ist ernst zu nehmen und gleichwertig zu behandeln. In anderen Kulturkreisen ist gibt es Bezeichungen wie z.B. Geistheilung oder einfach nur die Willenskraft und keinen abwertenden Placebo. Etwas Positiveres kann einem Menschen zur Verbesserung seiner Lebensqualität gar nicht passieren. Ich habe einige Fälle von Krankheiten behandelt, bei denen die größte Wirkung das anfänglichen Gespräch hatte. Es geht den Patienten einfach gut, wenn sie Aufmerksamkeit bekommen und ernst genommen werden. Leider sind die Menschen, kranke und gesunde, derart von einer zufriedenen und harmonischen Lebensführung weggebracht worden, daß Krankheiten auch nicht mehr als Korrekturen dieser falschen Lebensweisen angesehen werden, sondern nur noch als unsere Feinde.

Die Inder, Chinesen und alle anderen Naturvölker haben eine fantastisch Vorarbeit geleistet und uns ein tolles Wissen über verschiedenste Behandlungsmethoden und Kräuter hinterlassen. Wir haben alle Möglichketen unsere Krankheiten naturheilkundlich, menschen- und tierfreundlich und kostengünstig zu behandeln. Egal ob beim Arzt oder beim Heilpraktiker. Noch besser ist selbstverständlich die Prophylaxe.

Danke für dein schönes Wiki! Ich werde es mit Freude mitgestalten, soweit es mir möglich ist. Isabelle Isabelle 2006-05-06 14:09