Schuhe

Lederschuhe? Sind absolut unnötig. Heute gibt es eine Vielzahl an schönen Schuhen ohne ermordete Tiere mit Füßen treten zu müssen.

Lederschuhe

Lederschuhe zu kaufen finanziert die Ermordung anderer Tiere! Siehe auch: leder

Vegane Schuhe

Vegane Schuhe von speziellen Händlern die fair traide und ohne Tierprodukte produzieren sind oft sehr teuer und halten (wegen dem ethisch korrekten Kleber) nicht ganz so gut. Doch die Qualität wird immer besser. Mit steigender Nachfrage werden die Preise sinken.

Aktualisierung 2017: Schuhe von veganen Marken wie Vegetarian-Shoes, Lylium, Shoezuu, NAE Fashion with compassion u.a. sind nicht teurer als vegleichbare Schuhe aus dem konventionellen Handel. Die Qualität der Schuhe ist oft besser als die von Lederschuhen, da aktuelle Mikrofaser-Materialen strapazierfähiger und auch atmungsaktiver als Leder sind. Vegane Schuhkleber sind nicht schlechter als unvegane.

Deutschland

Österreich

Vereinigtes Königreich

Sonstige Beschaffungsmöglichkeiten für vegane Schuhe

Neben den hier aufgeführten Bezugsquellen können Schuhe ohne Leder zum Teil auch in vielen herkömmlichen Schuhläden gefunden werden. Doch auch hier gibt es Vor- und Nachteile. Billige vegane Schuhe werden meist, wie unvegane Schuhe durch Kinderarbeit produziert und enthalten häufig unveganen Klebstoff oder sonstige Stoffe.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, z. B. über die einschlägig bekannten Foren nach gebrauchten Schuhen zu suchen.

Siehe auch: Shops, Linksammlung oder Vegane Online-Shops im Vergleich.

Erfahrungen

Gibt es irgendwo vegane Schuhe (ohne „Leder“), die auch noch atmungsaktiv und nicht allzu teuer sind?! Habt Ihr schon Erfahrungen mit diversen Anbietern und Versendern gemacht?

Garmont Vegan

Einen Erfahrungsbericht mit den vegangen treckingschuhen von Garmont gibt es bei veg.gs.

Weitere Alternativen zu Lederschuhen

Was tun mit alten Lederschuhen?

Argumente für das auftragen oder weitergeben alter Lederschuhe

  • Tierhautschuhe anonym in einem Altkleidercontainer deponieren: Damit wäre den Bedürftigen geholfen, die Tierhautschuhe hätten damit immer hin noch ein „gutes Werk“ erfüllt.
  • Schuhe sind teuer - wer sich keine teuren Veganshopschuhe leisten kann, hat durch das auftragen alter Schuhe die Möglichkeit, genug Geld zu sparen um sich vegane kaufen zu können.
  • Wer geschenkte unvegane Schuhe trägt, kauft sich unter Umständen ein Paar weniger
  • Da heutzutage vegane Schuhe von Lederschuhen überhaupt nicht mehr zu unterscheiden sind, ist für außenstehende nicht nachzuvollziehen woraus die Schuhe sind.
  • Das entsorgen von Lederschuhen beruhigt lediglich das Gewissen, schadet aber der Umwelt.

Argumente für die heimliche Entsorgung alter Lederschuhe

  • damit symbolisierst du Akzeptanz an den vorherrschenden Verhältnissen. Zudem lässt es an deiner Glaubwürdigkeit zweifeln, wenn du in Lederschuhen z.B. gegen Fleisch demonstrierst.
  • Wenn du unvegane Markenschuhe trägst, läufst du für diese Marke Werbung und animierst andere Menschen dazu, Schuhe des entsprechenden Herstellers zu kaufen.
  • Weitergabe der Schuhe: In der Theorie würde zwar die Produktion der durch dich weitergereichten Schuhe und damit verbunden ermordeten Tiere reduziert, in der Praxis jedoch zeigen selbst ein paar Quadratmeter „Leder“ wirtschaftlich kaum Auswirkung. Viel wichtiger ist indes der symbolische Charakter der dem Boykott vom Handel mit Tierhäuten anhaftet. Durch die Weitergabe von unveganen Schuhen suggerierst du, dass du generell keine Einwände hast, wenn andere Menschen Schuhe aus Tierhäuten tragen – damit ist der symbolische Charakter hinfällig. Auch wenn du noch so betonst, dass du es aus ethischen Gründen verabscheust, Tierhautschuhe zu tragen: In dem Moment, wo du jemanden Lederschuhe in die Hand drückst, akzeptierst du, dass er Schuhe aus Tierhäuten trägt.
  • Tierhautschuhe anonym in einem Altkleidercontainer deponieren: Du akzeptiertest auch hier, dass Tierhäute als Produkt angesehen und getragen werden. Außerdem ist diese Sichtweise zutiefst diskriminierend, impliziert sie doch eines: Wer arm ist, kann sich Ethik eben nicht leisten. Wenn wir den Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft Kleidung und Schuhe spenden möchten, dann nur solche, die wir auch selbst tragen würden.

Was für Schuhe gilt, gilt natürlich analog für sämtliche andere Produkte aus Tierhäuten.


Ordner: Konsumgüter



Kommentare

Dem stimme ich nicht zu. Zum einen bin ich nicht verantwortlich für das, was Andere tun, wenn ich sie nicht aktiv auffordere.

  • Wenn du einem potentiell gewalttätigen Menschen ein Messer in die Hand drückst, trägst du dann etwa nicht moralischen Mitschuld daran, wenn er damit jemanden verletzt oder tötet?
  • Nur wenn du vorher Gründe gehabt hast, anzunehmen, dass er/sie schon einmal gewalttätig geworden ist / werden könnte.
    • Nein. Jeder Mensch ist potentiell gewalttätig. Sollen wir deshalb die Messer verbieten? Empfohlene Lektüre: Friedrich Dürrenmatt, „Die Physiker“.
      • Es gibt einen Unterschied zwischen einem generell Verbot und einem situativen Nichtaushändigen von etwas. Wer einem potentiell gewalttätigen Menschen eine Waffe aushändigt, handelt sehr leichtsinnig, naiv, dumm, fahrlässig oder bejaht sogar die Taten, die mit dem Messer begangen werden könnten. Würdest du etwa einem Menschen ein Messer in die Hand drücken, wenn abzusehen ist, dass er es gegen andere Menschen einsetzt?
        • Nein, aber Fakt ist: Es ist eben nicht abzusehen, dass sich jemand Lederschuhe kauft, nur weil ich welche habe. Eine Person, der es egal ist, ob sie Lederschuhe oder Fakes kauft, wird sich beim nächsten Einkauf dann einfach andere Lederschuhe kaufen. Und ich habe mit meiner Entsorgung nichts erreicht.
          • Und warum arbeitest du dann nicht gleich in einem Schuhgeschäft? Wenn du die Tierhautschuhe nicht verkaufst, macht es jemand anderes. Gleiches gilt für den Job in der Schlachterei: Wenn du das Schwein nicht ermordest, tut es halt jemand anders.
            • Welche ethisch vertretbaren Berufe gibt es Eurer Meinung nach denn, außer, in einer Tierrechtsorganisation zu arbeiten, die sich für den konsequenten Veganismus einsetzt?

Zum anderen halte ich es für so gut wie ausgeschlossen, dass jemand sich bestimmte Schuhe kauft, weil ich solche habe.

  • Na, dann frage ich mich aber, wie Markenfixierungen zustande kommen, auch ohne dass Firmen große Werbekampagnen fahren.
    • Ich weigere mich, mich krumm zu machen, nur damit einer von 10000 Prollen, die mir in meiner Schuhtragezeit über den Weg laufen, vielleicht nicht auf die Idee kommt, sich meine Schuhe zu kaufen, die er vielleicht zufällig an meinen Füßen sieht und vielleicht gut findet.
      • Fußstampfen ersetzt keine Argumente. ;-)
        • Dito. Außerdem solltet Ihr vielleicht mal in Erwägung ziehen, dass Ihr es hier mit mehr als einem Kritiker zu tun haben könntet.
    • Mein Schuh hat keine Marke.
      • Können aber trotzdem gefallen. Zudem sind markenlose Schuhe i.d.R. nur Plagiate von Markenschuhen.

Das machen vielleicht kleine Kinder noch, aber das wars auch schon.

  • Ist halt die Frage, was du unter „Kindern“ verstehst.
    • Mag sein, dass viele Menschen sich auch von Marken beeinflussen lassen, die sie direkt auf den Schuhen sehen. Das ändert aber nichts an ihrer Präferenz Leder vs. Kunststoff, sondern lediglich Marke A vs. Marke B. Wem bringt das was? Davon abgesehen sind vegane und nicht-vegane „Lederschuhe“ äußerlich kaum zu unerscheiden.
      • Na, also auf wirklich veganen Schuhen (bei denen auch der Klebstoff vegan ist) prangt meistens ein großes Logo: „Vegetarian Shoes“

Ausserdem ist ein Tier für diese Schuhe gestorben - die Schuhe jetzt wegzuwerfen hätte zur Folge, dass ein Tier mehr sinnlos gestorben ist.

  • Die Menschen in den Vernichtungslagern der Nazis wurden ermordet - wenn du aus ihren Häuten gefertigte Lampen(schirme) nicht in dein Wohnzimmer stellst, wären sie völlig sinnlos gestoben. Makaber? Eben. Also weg mit den Schuhen. Sobald du Schuhe aus Tierhäuten trägst, betrachtest du sie auch als (moralisch) tragbar. – weiterführende Diskussion siehe KZ-Vergleich
    • Rein ökologisch gesehen macht es Sinn, die Schuhe aufzutragen.
      • Rein ökologisch macht es aus Sinn verstorbene Menschen zu Nahrung und Waren zu verarbeiten, anstatt sie unter der Erde vergammeln zu lassen.
        • Stimmt. Tiere machen das übrigens so. Die nennen sich dann Aasfresser.
          • Wenn wir Menschen verdeutlichen wollen, dass nichtmenschliche Tiere die gleichen Grundrechte zustehen wie uns, empfiehlt es sich uns an den für Menschen geltenden moralischen Normen zu orientieren. Soll heißen: Es wirkt wenig überzeugend, wenn du Schuhe aus Tierhaut trägst und dabei ein Schild um den Hals trägst, auf dem zu lesen steht: „Ich bin Tierrechtler und würde auch Schuhe aus Menschenhaut tragen.“ Das mag zwar antispeziesistisch sein, doch Antispeziesismus ist sicherlich nicht der Ethik oberstes Gebot.
    • Es gibt nicht nur Tierrechts-Veganer.
      • Veganismus war schon immer vor moralischen Hintergrund definiert. Wenn jemand sich z.B. aufgrund theistischer Vorstellungen rein pflanzlich ernährt, ergibt sich für ihn keine Notwendigkeit Tierhautschuhe zu tragen. Hier stimme ich dir zu, aber es steht mit fern eine solche Lebensweise als vegan zu bezeichnen.
    • Hätte es die Sklaverei damals nicht gegeben, wären wir Europär jetzt nicht so wohlhabend. Konzerne wie Krupp und Thyssen haben am 2. Weltkrieg verdient, und sichern heute deutsche Arbeitsplätze, usw. usf. - letztlich profitierst Du auch davon. Findest Du das moralisch gerechtfertigt?
      • Wie, gerechtfertigt? Ändern kann man daran, dass es Sklaverei gegeben aht, nichts mehr. Allerdings kannst du heute etwas dagegen tun, wenn sie woanders noch besteht / jemand versucht, sie wieder einzuführen.
      • Ich finde es generell nicht moralisch gerechtfertigt, Großkonzerne zu unterstützen. Denn so wie sie damals vom Naziregime profitiert haben, profitieren sie heute am Irakkrieg. Die Frage ist: Habe ich eine Alternative. In den meisten Fällen habe ich sie aufgrund diverser Monopolstellungen nicht.
    • „Also weg mit den Schuhen“ - das ist doch einfach nur dogmatisch. Du versuchst, anderen Deine moralischen Vorstellungen aufzudrücken. Es verursacht kein neues Leid, alte Schuhe aufzutragen.
      • Damit vereinfachst du dir die Sache ganz schön: Es verursacht auch kein neues Leid unveganes Essen zu konsumieren, dass Supermärkte nicht mehr verkaufen können. Stichwort: Containerveganer. Aber es hat was damit zu tun, wie du zu nichtmenschlichen Tieren stehst. Wenn du bereit wärst Tierleichen und Tierausbeutungsprodukte zu essen und Schuhe aus Tierhäuten zu tragen, betrachtest du Nichtmenschen als benutzbare Objekte und nicht als fühlende Individuen.
        • Meine Schuhe sind benutzbare Objekte, und keine fühlenden Individuen. Sie sind nun mal da, und ich muss mir überlegen, was jetzt am sinnvollsten ist.
          • Und schon wieder wird hier dein Speziesismus evident: Die Lampe aus Buchenwald ist auch ein benutzbares Objekt. Warum würdest du mit ihr nicht dein Wohnzimmer dekorieren, obwohl dies sichelrich sinnvoller wäre als sie wegzuwerfen oder als Mahnmal in einem Museum auszustellen?
            • Das ist kein Speziesismus, sondern der Tatsache geschuldet, dass der Holocaust und die rein wirtschaftlich motivierte Ausbeutung von Tieren etwas grundlegend verschiedenes sind.
    • Entscheidend ist aus Sicht des Veganismus, keine neuen Lederschuhe zu kaufen. Alles andere ist Ansichtssache.
      • Letztlich ist auch Veganismus Ansichtssache.
    • Genau genommen gibt es keine veganen Schuhe, denn alles was industriell gefertigt wird, muss z. B. ja auch irgendwie transportiert werden. Nenn mir mal (nach Deiner Definition) vegane Transportmittel… dann lieber die alten Schuhe auftragen, bis sie auseinanderfallen.
      • Demnach macht der Veganismus keinen Sinn. Schließlich wird das meiste Gemüse auch unvegan angebaut, unvegan transportiert. Mach dich mal mit „Vermeidung des Vermeidbaren“ vertraut – ist hier im FAQ erklärt.. – siehe auch Konsequenz
        • Was keinen Sinn macht, ist, von sich selbst zu behaupten, 100% vegan leben zu können. Fakt ist: neue Schuhe sind nicht notwendig, wenn die alten noch tragbar sind.

Eine Frage nach an die sich mit Tierhäuten schmückenden so genannten Veganer: Warum fresst ihr eigentlich nicht gleich Leichenteile, die nicht mehr verkauft werden können? Schließlich müssen sie doch irgendwie sinnvoll verwendet werden, es wäre doch jammerschade, wenn das Schwein, die Kuh oder das Huhn ermordet worden wäre um im Müll zu verrotten, oder?

  • Kannst Du bitte mal Deinen Tonfall mildern? Du kommst hier ziemlich aggressiv rüber.
  • Es geht hier nicht um den Neukauf von Lederschuhen, sondern um die Frage des Auftragens alter Schuhe.
  • Was die so genannten „Container-Veganer“ angeht, auf die Du hier schon wieder anspielst (hab übrigens noch nie solche Veganer kennengelernt, aber egal): mit der Entsorgung der unverkäuflichen Reste würdest Du letztlich auch nur die Wertschöpfungskette unterstützen, also auch Leid verursachen. Anders ist es in der Frage des Verzehrens von Aas, wenn dieses sonst verrotten würde. Dies wäre meines Erachtens eine rein moralische Entscheidung, aber nicht allgemein abzulehnen, denn es verursacht kein Leid.
  • Wie kann man irgendwen unterstützen, indem man weggeworfene Sachen „rettet“?! Dadurch verdient kein Konzern einen einzigen Cent.

Ich halte die Analogieziehung zwischen den Verbrechen der Nazis und dem Konsumverhalten unserer Gesellschaft für unzulässig. Wer argumentiert, Lederschuhe zu tragen sei genauso makaber wie sich eine Lampe aus Menschenhaut in Wohnzimmer zu tragen, ignoriert dabei vollkommen, dass die Nazis ihre Greueltaten bewusst begangen und nicht seit klein auf den dem Glauben erzogen wurde, Juden seien keine Menschen. Und auch wenn gerne anderes behauptet wird, eine Kuh wird in erster Linie wegen ihres Fleisches und nicht wegen ihrer Haut ermordet. Leder ist ein Schlachtnebenprodukt und niemand würde eine Kuh schlachten, *nur* um aus ihr Schuhe zu machen. Natürlich sollten Kunstlederschuhe getragen werden, aber auch diese sind nicht wirklich vegan, wenn man an Klebstoff usw. denkt. Ich halte es für ethisch vertretbar, alte Lederwaren aufzutragen.

– Lisa 2005-01-13 11:05

Zum Thema Nazivergleich: Siehe Godwin's Law.


Also, ich trage sehr wohl unvegane Schuhe. Sie sind etwa 7 Jahre alt und fallen langsam auseinander. Ich werde die Schuhe auch tragen, bis diese auseinander gefallen sind.

http://yetzt.free.fr/rumpelkammer/unvegane-schuhe-2.jpg http://yetzt.free.fr/rumpelkammer/unvegane-schuhe-1.jpg

Diese Schuhe wuerde ich nicht weiter geben. Daher bleibt eigentlich nur noch der Kritikpunkt der „Außenwirkung“ bestehen. Da steht also ein Anarchovegani mit zerfallenden Schuhen, die offenbar nicht vegan sind. Nach der argumentativen Logik der Autors müsste ich mir neue, vegane Schuhe kaufen. Dieser Zwangslogik will ich mich aber nicht aussetzen, ich halte es für ethischer, alte unvegane Schuhe bis zum letztem Millimeter Sohle aufzutragen, als neue vegane Schuhe, die unter of unnachvollziehbaren marktwirtschaftlichen Produktionsbedingungen primär- und sekundärrohstoffverbrauchend und energieaufwändig hergestellt wurden, unter Umweltbelastung um die halbe Welt transportiert wurden und dann von einer nach kapitalistische Logik ausgebeuteten Arbeitskraft für Geld zu erwerben. So lange die herrschenden Verhältnisse nicht abgeschafft sind, werde ich mir meine Schuhe auch zukünftig im Umsonstladen holen, klauen, selber basteln oder Schenken lassen, aber bestimmt werde ich sie nicht innerhalb des kapitalistischen Tauschwertkreislaufes erwerben, bei dem ich unzaehlige ethisch nicht vertretbare Dinge mittrage. Und wenn die Menschen mich in meinen kaputten Schuhen beim Infostan sehen, und sich für die Idee einer ethisch handelnden Gesellschaft erwärmen können, verstehen sie auch, warum ich die Schuhe trage. Ich sehe es nicht ein, mich den Menschen anzubiedern, mir schicke Schuhe für horrende Preise zuzulegen, nur weil ich ihre krankes Denken ein Stück weit Richtung Veganismus zu reformieren will. Lieber bin ich radikal und ecke an. So weit die Anarchovegane Variante. –yetzt


In der Diskusion um die Lederschuhe ist zu erkennen wie schnell eine Diskusion an Qualität abnehmen kann und sehr schnell die Grenze von Toleranz und Achtung vor dem Anderen schwindet. Auch hier muss man vor Fanatismus und den Aspekten der Selbstdarstellung und Eigenlob warnen, denn diese schaden der sogenannten, guten Sache willen mehr als sie nützen. Ein Beispiel kenne ich aus meinem Bekanntenkreis. Dieser 72 jährige Bekannte beweisst durch seine körperliche und sportliche Fitness und Konstition eines 50 Jährigen die Richtigkeit seiner veganen Lebensweise. Seine körperliche Werte sind alle im grünen Bereich und Arztpraxen sieht er lediglich von außen. An und für sich ist er das ideale Aushängeschild für eine gesunde und glückbringende Ernährungsweise. Allerdings und das ist die Kerseite, muss er bei jeder sich bietenden Gelegenheit bekanntgeben, was für ein toller Hecht er ist. Seine Verwanden und Bekannten hören ihm deshalb nicht mehr zu, weil Sie die gleiche Schallplatte einfach nicht mehr hören können, obwohl er im Grunde recht hat. Dies ist der Punkt indem das eigene Ego auch die beste vorbildliche Lebensart zunichte machen kann. Deshalb ist der goldene Mittelweg und die Selbsterkennis und eine allmähliche Änderung seiner Lebenseinstellung mit einem Gefühl von Verständnis der bessere Weg um Menschen für eine gute Sache zu gewinnen. Theo 2005-07-28 19:52


@yetzt Ich kann dein Argument gut verstehen und meine Überlegungen waren eine ganze Zeit lang den deinen sehr ähnlich. Dann jedoch fragte ich mich: Tom, wenn du die Kühltruhe noch voller Leichenteile hättest, würdest du sie dann auch essen, statt scheißeteure Tofuteile zu kaufen? Und was ist mit echter „deutscher Wertarbeit“ aus dem Jahre 1944? Würde ich mir so ein Erbstück auch noch in die Bude stellen, statt mir bei Ikea eine neue Lampe zu kaufen? Und was ist mit „Pelzmäntel“, würde ich die auch tragen, statt mir einen neuen Mantel zu besorgen? Konsum ist nie gut, darum waren meine ersten vegane Schuhe auch gebrauchte, total abgelatschte Stoffschuhe, die ich mir schenken ließ.

– TomFalkner 2005-07-28 20:07


Kommentare auf http://www.emopunk.net/forums/topic,st30,fd1,td3048.html

– 2005-08-22 21:50


Ohne Registrierung kann mensch die Kommentare auf emopunk.net leider nicht lesen. Was soll denn dort bedeutendes zu lesen sein?

– TomFalkner 2005-08-23 12:44


Hallo Tom, der Link ist mir gestern beim Durchsehen der Serverlogs aufgefallen … die Leute auf emopunk diskutierten über vegane Schuhe und es gab einige Bemerkungen zu den Meinungen und den verwendeten Begriffen hier auf dieser Seite. Als Fazit könnte man sagen, dass das VeganWiki zwar als erste Quelle in die Diskussion gebracht wurde, die Statements aber von den meisten Usern als äußerst negativ und abschreckend aufgenommen oder vielmehr verweigert wurden. Dies ist insofern interessant, als dass es sich bei den emopunks wohl nicht um voreingenommene Leute handeln dürfte die schon länger an den üblichen Diskussionen beteiligt sind, sondern um zumeist konsumkritische Leute aus „der Szene“ die meines Erachtens einer antispeziesistischen Anschauung offener gegenüberstehen dürften als der „Mainstream“. Die Frage wäre: wie kann man Ideen und Wertvorstellungen über Sprache ausdrücken ohne unvoreingenommene Rezipienten derart vor den Kopf zu stoßen dass sie sich nur noch angewidert abwenden?

– Tim 2005-08-23 13:50


@Tom: Ich finde die Diskussion ziemlich spannend, deshalb würde ich sie gerne nicht hier, sondern im Forum weiterfuehren.

http://www.tierrechts-foren.de/viewtopic.php?p=1129 yetzt 2005-09-04 05:13


Was habt ihr nur immer mit dieser imaginären Menschenhautlampe aus Buchenwald? Der Vergleich hinkt wirklich extrem. Irgendwo in der Diskussion wird hier allen Ernstes die retorisch gemeinte Frage aufgeworfen, warum man diese Lampe denn nicht im Wohnzimmer hat und trotzdem alte Lederschuhe auftragen will… speziesistisch? Ach was. Es ist halt nur so, dass fast jeder, der irgendwann mal Veganer wird, alte Lederschuhe besitzt. Eine Menschenhaut-Lampe haben dagegen nur sehr, sehr wenige zu Hause, auch wenn das hier anscheinend den ein oder anderen überrascht ;)


Der Vergleich wird meines Wissens hauptsächlich von einigen Leuten des maqi-Umfelds bemüht. Ich halte ihn, wie auch andere Teile der holocaust-analogie („Hühner-KZs“) für verkürzt und geschmacklos. Verkürzt, weil er die Beurteilung von gewalt auf die Folgen für die Opfer reduziert, ohne z. B. die Motive, das Wissen und die moralischen Normen der Täter einzubeziehen. Geschmacklos, weil durch den inflationären Gebrauch von Holocaust-Vokabular die Shoa verharmlost und durch Gefühle (anstelle von Argumenten) zu überzeugen versucht (vgl. dysphemismus).

peppermint 2007-04-03 21:45

1) Dieser Schuhversand gehört zur umstrittenen Organisation Universelles Leben, siehe z. B. das weisse Pferd Die Organisation wird von vielen Kritikern als totalitäre Sekte eingestuft.