Lederschuhe? Sind absolut unnötig. Heute gibt es eine Vielzahl an schönen Schuhen ohne ermordete Tiere mit Füßen treten zu müssen.
Lederschuhe zu kaufen finanziert die Ermordung anderer Tiere! Siehe auch: leder
Vegane Schuhe von speziellen Händlern die fair traide und ohne Tierprodukte produzieren sind oft sehr teuer und halten (wegen dem ethisch korrekten Kleber) nicht ganz so gut. Doch die Qualität wird immer besser. Mit steigender Nachfrage werden die Preise sinken.
Neben den hier aufgeführten Bezugsquellen können Schuhe ohne Leder zum Teil auch in vielen herkömmlichen Schuhläden gefunden werden. Doch auch hier gibt es Vor- und Nachteile. Billige vegane Schuhe werden meist, wie unvegane Schuhe durch Kinderarbeit produziert und enthalten häufig unveganen Klebstoff oder sonstige Stoffe.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, z. B. über die einschlägig bekannten Foren nach gebrauchten Schuhen zu suchen.
Siehe auch: Shops, Linksammlung oder Vegane Online-Shops im Vergleich.
Gibt es irgendwo vegane Schuhe (ohne „Leder“), die auch noch atmungsaktiv und nicht allzu teuer sind?! Habt Ihr schon Erfahrungen mit diversen Anbietern und Versendern gemacht?
Einen Erfahrungsbericht mit den vegangen treckingschuhen von Garmont gibt es bei veg.gs.
Was für Schuhe gilt, gilt natürlich analog für sämtliche andere Produkte aus Tierhäuten.
Ordner: Konsumgüter
Dem stimme ich nicht zu. Zum einen bin ich nicht verantwortlich für das, was Andere tun, wenn ich sie nicht aktiv auffordere.
Zum anderen halte ich es für so gut wie ausgeschlossen, dass jemand sich bestimmte Schuhe kauft, weil ich solche habe.
Das machen vielleicht kleine Kinder noch, aber das wars auch schon.
Ausserdem ist ein Tier für diese Schuhe gestorben - die Schuhe jetzt wegzuwerfen hätte zur Folge, dass ein Tier mehr sinnlos gestorben ist.
Eine Frage nach an die sich mit Tierhäuten schmückenden so genannten Veganer: Warum fresst ihr eigentlich nicht gleich Leichenteile, die nicht mehr verkauft werden können? Schließlich müssen sie doch irgendwie sinnvoll verwendet werden, es wäre doch jammerschade, wenn das Schwein, die Kuh oder das Huhn ermordet worden wäre um im Müll zu verrotten, oder?
Ich halte die Analogieziehung zwischen den Verbrechen der Nazis und dem Konsumverhalten unserer Gesellschaft für unzulässig. Wer argumentiert, Lederschuhe zu tragen sei genauso makaber wie sich eine Lampe aus Menschenhaut in Wohnzimmer zu tragen, ignoriert dabei vollkommen, dass die Nazis ihre Greueltaten bewusst begangen und nicht seit klein auf den dem Glauben erzogen wurde, Juden seien keine Menschen. Und auch wenn gerne anderes behauptet wird, eine Kuh wird in erster Linie wegen ihres Fleisches und nicht wegen ihrer Haut ermordet. Leder ist ein Schlachtnebenprodukt und niemand würde eine Kuh schlachten, *nur* um aus ihr Schuhe zu machen. Natürlich sollten Kunstlederschuhe getragen werden, aber auch diese sind nicht wirklich vegan, wenn man an Klebstoff usw. denkt. Ich halte es für ethisch vertretbar, alte Lederwaren aufzutragen.
– Lisa 2005-01-13 11:05
Zum Thema Nazivergleich: Siehe Godwin's Law.
Also, ich trage sehr wohl unvegane Schuhe. Sie sind etwa 7 Jahre alt und fallen langsam auseinander. Ich werde die Schuhe auch tragen, bis diese auseinander gefallen sind.
http://yetzt.free.fr/rumpelkammer/unvegane-schuhe-2.jpg http://yetzt.free.fr/rumpelkammer/unvegane-schuhe-1.jpg
Diese Schuhe wuerde ich nicht weiter geben. Daher bleibt eigentlich nur noch der Kritikpunkt der „Außenwirkung“ bestehen. Da steht also ein Anarchovegani mit zerfallenden Schuhen, die offenbar nicht vegan sind. Nach der argumentativen Logik der Autors müsste ich mir neue, vegane Schuhe kaufen. Dieser Zwangslogik will ich mich aber nicht aussetzen, ich halte es für ethischer, alte unvegane Schuhe bis zum letztem Millimeter Sohle aufzutragen, als neue vegane Schuhe, die unter of unnachvollziehbaren marktwirtschaftlichen Produktionsbedingungen primär- und sekundärrohstoffverbrauchend und energieaufwändig hergestellt wurden, unter Umweltbelastung um die halbe Welt transportiert wurden und dann von einer nach kapitalistische Logik ausgebeuteten Arbeitskraft für Geld zu erwerben. So lange die herrschenden Verhältnisse nicht abgeschafft sind, werde ich mir meine Schuhe auch zukünftig im Umsonstladen holen, klauen, selber basteln oder Schenken lassen, aber bestimmt werde ich sie nicht innerhalb des kapitalistischen Tauschwertkreislaufes erwerben, bei dem ich unzaehlige ethisch nicht vertretbare Dinge mittrage. Und wenn die Menschen mich in meinen kaputten Schuhen beim Infostan sehen, und sich für die Idee einer ethisch handelnden Gesellschaft erwärmen können, verstehen sie auch, warum ich die Schuhe trage. Ich sehe es nicht ein, mich den Menschen anzubiedern, mir schicke Schuhe für horrende Preise zuzulegen, nur weil ich ihre krankes Denken ein Stück weit Richtung Veganismus zu reformieren will. Lieber bin ich radikal und ecke an. So weit die Anarchovegane Variante. –yetzt
In der Diskusion um die Lederschuhe ist zu erkennen wie schnell eine Diskusion an Qualität abnehmen kann und sehr schnell die Grenze von Toleranz und Achtung vor dem Anderen schwindet. Auch hier muss man vor Fanatismus und den Aspekten der Selbstdarstellung und Eigenlob warnen, denn diese schaden der sogenannten, guten Sache willen mehr als sie nützen. Ein Beispiel kenne ich aus meinem Bekanntenkreis. Dieser 72 jährige Bekannte beweisst durch seine körperliche und sportliche Fitness und Konstition eines 50 Jährigen die Richtigkeit seiner veganen Lebensweise. Seine körperliche Werte sind alle im grünen Bereich und Arztpraxen sieht er lediglich von außen. An und für sich ist er das ideale Aushängeschild für eine gesunde und glückbringende Ernährungsweise. Allerdings und das ist die Kerseite, muss er bei jeder sich bietenden Gelegenheit bekanntgeben, was für ein toller Hecht er ist. Seine Verwanden und Bekannten hören ihm deshalb nicht mehr zu, weil Sie die gleiche Schallplatte einfach nicht mehr hören können, obwohl er im Grunde recht hat. Dies ist der Punkt indem das eigene Ego auch die beste vorbildliche Lebensart zunichte machen kann. Deshalb ist der goldene Mittelweg und die Selbsterkennis und eine allmähliche Änderung seiner Lebenseinstellung mit einem Gefühl von Verständnis der bessere Weg um Menschen für eine gute Sache zu gewinnen. Theo 2005-07-28 19:52
@yetzt Ich kann dein Argument gut verstehen und meine Überlegungen waren eine ganze Zeit lang den deinen sehr ähnlich. Dann jedoch fragte ich mich: Tom, wenn du die Kühltruhe noch voller Leichenteile hättest, würdest du sie dann auch essen, statt scheißeteure Tofuteile zu kaufen? Und was ist mit echter „deutscher Wertarbeit“ aus dem Jahre 1944? Würde ich mir so ein Erbstück auch noch in die Bude stellen, statt mir bei Ikea eine neue Lampe zu kaufen? Und was ist mit „Pelzmäntel“, würde ich die auch tragen, statt mir einen neuen Mantel zu besorgen? Konsum ist nie gut, darum waren meine ersten vegane Schuhe auch gebrauchte, total abgelatschte Stoffschuhe, die ich mir schenken ließ.
– TomFalkner 2005-07-28 20:07
Kommentare auf http://www.emopunk.net/forums/topic,st30,fd1,td3048.html …
– 2005-08-22 21:50
Ohne Registrierung kann mensch die Kommentare auf emopunk.net leider nicht lesen. Was soll denn dort bedeutendes zu lesen sein?
– TomFalkner 2005-08-23 12:44
Hallo Tom, der Link ist mir gestern beim Durchsehen der Serverlogs aufgefallen … die Leute auf emopunk diskutierten über vegane Schuhe und es gab einige Bemerkungen zu den Meinungen und den verwendeten Begriffen hier auf dieser Seite. Als Fazit könnte man sagen, dass das VeganWiki zwar als erste Quelle in die Diskussion gebracht wurde, die Statements aber von den meisten Usern als äußerst negativ und abschreckend aufgenommen oder vielmehr verweigert wurden. Dies ist insofern interessant, als dass es sich bei den emopunks wohl nicht um voreingenommene Leute handeln dürfte die schon länger an den üblichen Diskussionen beteiligt sind, sondern um zumeist konsumkritische Leute aus „der Szene“ die meines Erachtens einer antispeziesistischen Anschauung offener gegenüberstehen dürften als der „Mainstream“. Die Frage wäre: wie kann man Ideen und Wertvorstellungen über Sprache ausdrücken ohne unvoreingenommene Rezipienten derart vor den Kopf zu stoßen dass sie sich nur noch angewidert abwenden?
– Tim 2005-08-23 13:50
@Tom: Ich finde die Diskussion ziemlich spannend, deshalb würde ich sie gerne nicht hier, sondern im Forum weiterfuehren.
http://www.tierrechts-foren.de/viewtopic.php?p=1129 yetzt 2005-09-04 05:13
Was habt ihr nur immer mit dieser imaginären Menschenhautlampe aus Buchenwald? Der Vergleich hinkt wirklich extrem. Irgendwo in der Diskussion wird hier allen Ernstes die retorisch gemeinte Frage aufgeworfen, warum man diese Lampe denn nicht im Wohnzimmer hat und trotzdem alte Lederschuhe auftragen will… speziesistisch? Ach was. Es ist halt nur so, dass fast jeder, der irgendwann mal Veganer wird, alte Lederschuhe besitzt. Eine Menschenhaut-Lampe haben dagegen nur sehr, sehr wenige zu Hause, auch wenn das hier anscheinend den ein oder anderen überrascht ;)
Der Vergleich wird meines Wissens hauptsächlich von einigen Leuten des maqi-Umfelds bemüht. Ich halte ihn, wie auch andere Teile der holocaust-analogie („Hühner-KZs“) für verkürzt und geschmacklos. Verkürzt, weil er die Beurteilung von gewalt auf die Folgen für die Opfer reduziert, ohne z. B. die Motive, das Wissen und die moralischen Normen der Täter einzubeziehen. Geschmacklos, weil durch den inflationären Gebrauch von Holocaust-Vokabular die Shoa verharmlost und durch Gefühle (anstelle von Argumenten) zu überzeugen versucht (vgl. dysphemismus).
– peppermint 2007-04-03 21:45