Diese FAQ entstand vor einiger Zeit, um häufig gestellte Fragen zum Veganismus aus Sicht von Tierrechten zu beantworten. Fühlt euch frei, eigene Antworten parallel zu bereits bestehenden zu formulieren.

Begriffe

Was bedeutet Veganismus?

Der Duden definiert einen Veganer als „Vegetarier, der auf Eier und Milchprodukte verzichtet“. Diese Definition ist jedoch - wohlwollend ausgedrückt - zu kurz gegriffen: Ein so lebender Mensch wäre als Vegetarier im originären Sinne zu betrachten.

Veganismus beinhaltet jedoch weitaus mehr als das: Obschon es durchaus mehrere sich teilweise signifikant voneinander unterschiedener Auffassungen des Veganismus gibt, sollte die Definition von Donald Watson, der den Begriff des Veganismus erstmalig 1944 prägte, als verbindlich gelten. Sein Verständnis des Veganismus wird heute von der durch ihn gegründeten Vegan Society vertreten:1)

The word veganism denotes a philosophy and way of living which seeks to exclude - as far as is possible and practical - all forms of exploitation of, and cruelty to, animals for food, clothing or any other purpose; and by extension, promotes the development and use of animal-free alternatives for the benefit of animals, including humans and the environment. In dietary terms it denotes the practice of dispensing with all products derived wholly or partly from animals.

Der Begriff Veganismus kennzeichnet eine Philosophie und Lebenseinstellung, die soweit möglich und praktizierbar alle Formen der Ausbeutung von und Gewalt gegenüber Tieren für Nahrung, Kleidung oder jeden anderen Zweck zu vermeiden sucht; und weiterhin die Entwicklung und den Gebrauch von tierfreien Alternativen zum Wohle der Tiere fördert, einschließlich des Menschen und der Umwelt. In Bezug auf die Ernährung bedeutet es, auf alle vollständig oder teilweise von Tieren gewonnenen Produkte zu verzichten.

Ethisch Motivierte lehnen also nach Definition der Vegan Society nicht nur den Konsum von Milch und Eiern ab, sondern ebenso von jedweden Produkt, für das direkt oder indirekt Tiere gefangen gehalten, benutzt oder getötet wurden. Das schließt nicht nur „Fleisch“, Eier, Milch, Honig, Tierhaare, Tierhäute oder Federn, sondern ebenso Nahrungsmittel, Kosmetika, Medikamente oder Gebrauchsgegenstände mit ein, die an Tieren getestet werden oder in dessen Produktionsprozess tierliche Komponenten Verwendung finden. Bei letzterem ist es bedeutungslos, ob etwaige tierliche Komponenten im eigentlich Produkt nachweisbar sind oder nicht: Von Relevanz ist einzig und alleine, dass Tiere im Rahmen der Produktion benutzt oder getötet wurden. Als Beispiel seien hier Fruchtsäfte genannt, die mit „Gelatine“ geklärt werden oder aber Sojajoghurt, der Milchsäurebakterien enthält, die auf Kuhmilch gezüchtet wurden.

Weiterhin spricht sich Donald Watson auch gegen den Besuch von Tiershows, Zoos und Zirkusse mit Tierdarbietungen aus. Neben Reitsport wird auch Handel und Haltung von so genannten Haustieren als Ausbeutung geächtet. Die Definition der Vegan Society fasst diese Formen der Tierausbeutung - bedingt durch die Kürze der Definition etwas schwammig - unter „other purpose“ zusammen. Verallgemeinernd lässt sich sagen, dass Veganer jede Instrumentalisierung oder Funktionalisierung von Tieren ablehnen - sei es als Nahrung, Kleidungsstück, Sportgerät, Kuscheltier, Versuchstier, Entertainer oder Couchgarnitur.

Wer gilt als Veganer?

Viele Menschen nennen sich Veganer, obwohl sie durchaus gerne Zoos besuchen, Lederschuhe tragen oder dem Reitsport frönen. Andere wiederum meiden den direkten Verzehr von Eiern und Milch, nehmen es jedoch nicht mit weniger offensichtlichen tierlichen Zutaten wie Emulatoren oder Farbstoffen so genau, ganz zu schweigen von Produktionshilfsstoffen, die im eigentlichen Produkt nicht mehr enthalten sind.

Sind so lebende Menschen tatsächlich Veganer? Diese Frage sorgt Stoff für erbitterte Kontroversen; es steht und fällt mir der Frage wie „vegan“ bzw. „Veganismus“ zu definieren ist. Wir müssen uns vor Augen führen, dass der Begriff des Veganismus 1944 von Donald Watson vor eindeutigem Hintergrund geprägt wurde: Donald selbst lehnte aus ethischer Überzeugung den Konsum von tierlichen Produkten ab, Tiere sollten für ihn weder gefangen gehalten noch benutzt oder getötet werden. Demnach wäre die Bezeichnung „Veganer“ für jemanden, der Zoos besucht, „Wollpullover“ oder „Lederschuhe“ trägt oder es nicht so genau mit versteckten tierlichen Zutaten nimmt, nicht im Sinne des Erfinders.[2] Letztlich darf sich natürlich jeder Veganer nennen, schließlich gibt es keine Polizei oder sonstwie gearteten Autoritäten, die darüber wachen.

[2] http://www.weltvegantag.de/vermischtes/donald_watson.html

Was heißt vegan?

Der Begriff „vegan“ beschreibt die Lebenseinstellung eines Veganers oder die Beschaffenheit eines Produktes. Als vegan gilt, wer - im Rahmen des in unserer Gesellschaft objektiv möglichen - Tiere weder zu Zwecken der Ernährung, Bekleidung, Unterhaltung oder sonstiger Verwendung gefangen hält, benutzt, jagt oder tötet. Ein Produkt gilt als vegan wenn es keine tierlichen Inhaltsstoffe enthält und zudem keine tierlichen Komponenten als so genannte Produktionshilfsstoffe im Rahmen der Produktion eingesetzt wurden.

Ist es überhaupt möglich, zu 100% vegan zu leben?

Solange wir in einer speziesistischen Gesellschaft leben - also einer Gesellschaft, in der die Interessen und Bedürfnisse des Menschen stärker gewichtet werden als die anderer Tiere wird ein absolute Vermeidung von Produkten oder Dienstleitungen, für die direkt oder indirekt Tiere ausgebeutet oder ermordet wurden, nicht möglich sein, ohne sich gänzlich aus dem gesellschaftlichen Leben auszuklinken. Nicht umsonst wird häufig in Bezug auf den Veganismus von „Vermeidung des Vermeidbaren“ gesprochen, hiermit ist jedoch nicht das subjektive Empfinden, sondern das objektiv mögliche gemeint. Selbstverständlich ist es nicht mit dem Gedanken des Veganismus zu vereinbaren, einmal in der Woche Fleisch zu essen, Kuhmilch zu trinken, eierhaltige Kekse zu naschen oder kuhmilchbasierende Sojajoghurts zu löffeln, mit der Begründung mensch könne darauf nicht verzichten. Objektiv unvermeidbar ist es hingegen Gemüse zu konsumieren, welches mit Tierexkrementen gedüngt wurde oder öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, die mit unveganen Schmiermitteln betreiben werden.

Soweit besteht Konsens innerhalb der Tierrechtsbewegung, strittig ist hingegen, ob bei Vermeidung des objektiv Vermeidbaren bereits von einer einhundertprozentigen veganen Lebensweise gesprochen werden sollte. Befürworter der Sichtweise, dass das objektiv Unvermeidbare mit dem absoluten Verständnis der Veganismus zusammenfiele, argumentieren, dass nur auf diese Weise widerspruchsfrei für eine vegane Lebensweise argumentiert werden könne. Kritiker hingegen sehen in dem Anspruch, schon heute bis ins Detail absolut vegan leben zu können, die Gefahr, dass versteckte Tierausbeutung zu wenig problematisiert wird und letztlich vollkommen in den Hintergrund rücken könnte. Die Für und Wider der kontroversen Position werden in der untenstehenden Diskussion reflektiert. Mehr ...

Wo liegt die Grenze zwischen „vermeidbar“ und „unvermeidbar“?

Diese Frage umfassend zu beantworten wird unmöglich sein, jedoch sollte stets zurunde gelegt werden, was objektiv vermeidbar ist. So ist es ganz klar vermeidbar Tierausbeutungsprodukte zu konsumieren, zu denen eine vegane Alternative existiert. Auch Produkte ohne vegane Alternative können häufig vermieden werden: Denn selbst wenn es keine veganen Gummibärchen gäbe, wäre es selbstverständlich vermeidbar, gelatinehaltige Gummibärchen zu konsumieren.

Problematischer wird es schon bei alternativlosen Produkten oder Aspekten unseres alltäglichen Lebens, die nicht als vegan eingestuft werden können, in Rahmen unseres momentanen gesellschaftlichen Zusammenlebens jedoch unabdingbar sind. Als beliebtes Beispiel ist hier das Autofahren zu nennen: Es lässt sich nicht von der Hand weisen, dass insbesondere im Sommer zwangsläufig etliche Insekten an der Fensterscheibe verenden; zudem werden im Getriebe häufig tierliche Schmierfette verwendet. Doch ist es unvermeidbar Auto zu fahren? Hier kann kaum eine allgemeingültige Antwort gegeben werden, denn es hängt immer von der konkreten Lebenssituation des Einzelnen ab. In weniger dicht besiedelten Regionen ist ein PKW ebenso notwenig wie in manchen Berufen. Hier kann nur ein jeder individuell abwägen, ob es ihm möglich ist Beruf bzw. Wohnort zu wechseln und damit auf den PKW zu verzichten. Außer Frage steht indes, dass es vermeidbar ist aus Spaß an der Freud Spritztouren mit dem Auto zu unternehmen.

Ein weiteres Problem ergibt sich bei Medikamenten, zu denen keine vegane, tierversuchsfreien Pendants erhältlich sind. Sind solche Medikamente lebensrettend, ergibt sich hier sogar ein ethisches Dilemma: Möchten wir uns nicht in utilitaristische Gefilde begeben und eine qualitative oder quantitative Abwägung vornehmen, um zu entscheiden, wer überleben soll und wer sterben soll - die „Versuchtiere“ oder ein Mensch - lässt sich kein moralisch vertretbarer Weg finden. Den Menschen nicht die Medikamente zu verabreichen und ihn damit sterben zu lassen, wäre ebenso verwerflich wie die für das Medikament durchgeführten Tierversuche billigen in Kauf zu nehmen. Auch hier kann die Entscheidung nur individuell von jeden einzelnen getroffen werden, wann ein unveganes Medikament unvermeidbar ist. Offensichtlich vermeidbar ist es hingegen unvegane Hustenbonbons zu lutschen, wenn mensch ein leichtes Kratzen im Hals verspürt.

Offenbar ist die Grenze zwischen dem „Vermeidbaren“ und dem „Unvermeidbaren“ eine sehr diffuse ist und kann nur an wenigen Stellen klar gezogen werden kann.

Siehe auch Konsequenz.

Tierliche Produkte

Was ist gegen Tiermilchkonsum einzuwenden?

Aus tierrechtlerischer Sicht ist der Konsum von Tiermilch aus einem offensichtlichen Grund abzulehnen: die Milchindustrie sperrt Kühe ein, schwängert sie gewaltsam und raubt ihnen ihre Muttermilch, die sie zur Ernährung ihrer Kinder - den Kälbern - bilden.

Doch um die Notwendigkeit einer veganen Lebensweise anzuerkennen, ist es nicht einmal, nötig einen antispeziesistischen, tierrechtlerischen Standpunkt einzunehmen, es genügt den Mord an Kühen abzulehnen. Denn auch wenn Vegetarier es gerne verdrängen oder nicht beachten: sobald Kühe weniger Milch bilden, sind sie für den Bauern nicht mehr rentabel und sterben auf dem Schlachthof einen gewaltsamen, vorzeitigen Tod. Kein Bauer gewährt einer Kuh ein so genanntes Gnadenbrot – ebenso wenig wie den zwangsläufig bei der „Milchproduktion“ entstehenden Kälbern. Wie jedes andere Säugetier auch bildet eine Kuh nur einige Monate, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht, hat Milch - Tierausbeuter sprechen hier von der „Laktationszeit“.

Eine als Milchproduzentin funktionalisierte Kuh wird im Laufe ihres Leben mehrfach gewaltsam geschwängert; ihr Kind wird ihr i.d.R. wenige Tage nach Geburt entrissen, mit Ersatznahrung gemästet und nach kurzer Zeit auf den Schlachthof deportiert.

Weitere Informationen zum Thema finden sich z.B. unter:

Was ist gegen Eikonsum einzuwenden?

Wie auch alle anderen Vögel legen Hühner Eier, um sich zu vermehren, und nicht, damit sie uns als Nahrung dienen. Egal ob Legebatterie, Boden- oder Freilandhaltung: Die Hühner werden gezüchtet, versklavt und letztlich ermordet, wenn sie als „Legemaschinen“ ausgedient haben.

Aspekte der kommerziellen Versklavung von Hühnern wie das so genannte Sexen erscheinen uns als besonders schlimme Auswüchse der Tierausbeutung. Doch die Gefangenhaltung von Hühnern ist nicht lediglich aufgrund des Sexens – also der Sortierung der Küken nach Geschlecht, bei der die männlichen zermust, zermatscht oder vergast werden - abzulehnen. Es ist auch nicht erst die Tatsache, dass die Hennen irgendwann ermordet werden, um auf den Tellern der Omnivoren zu enden, die den Eikonsum zum Verbrechen machen. Vielmehr beginnt das eigentliche Verbrechen dort, wo Menschen Hühner als benutzbar ansehen, in welcher Weise auch immer gefangen halten und ihre Eier als Lebensmittel rauben.

Weitere Informationen zum Thema finden sich z.B. unter:

Was ist gegen Leder einzuwenden?

Leder ist nur ein Euphemismus für die abgezogene Haut eines ermordeten Tieres. Oft argumentieren Vegetarier, „Leder“ sei ein Abfallprodukt der Fleischindustrie, und sehen „Leder“ in jeder Hinsicht als tragbar an. Dabei lassen sie jedoch vollkommen außer acht, dass die bei der Schlachtung anfallenden Tierhäute kostenaufwendig entsorgt werden müssten, sofern sie nicht gegerbt und zu „Leder“ verarbeitet würden. Folgerichtig ist die Verwendung von Tierhäuten den habgierigen Mord besonders lukrativ. Wer Lederschuhe trägt, trägt damit zugleich die Kosten für die Ermordung eines fühlenden Individuums.

Für einen Tierrechtler ist nicht entscheidend, ob der Konsum von „Lederwaren“ nun die Preise beim Metzger drückt. „Leder“ ist und bleibt die Haut eines ermordeten nichtmenschliches Tieres. Sie zu Schuhen, Kleidung oder Couchgarnituren zu verarbeiten, ist nicht minder geschmacklos und verwerflich, wie die Haut eines ermordeten Menschen in gleicher Weise zu benutzen.

Weitere Informationen zum Thema finden sich z.B. unter:

Was ist gegen Honigkonsum einzuwenden?

Bienen schaffen sich während des Sommers Honigvorräte an, damit sie während des Winters nicht verhungern. Die Bienen nehmen zuerst den Honig in sich auf und erbrechen ihn dann, um ihn an eine andere Biene wieterzugeben. Der Mensch macht sich dies zunutze indem er einen Bereich des Volkes abtrennt, in den nur Arbeiterbienen, nicht aber die Bienenkönigin, eindringen können. Doch während der „Imker“ in den Bienenstock sieht, riskiert er, dass beim Öffnen und Schließen mehrere Tiere sterben. Weiterhin wird auch in Imkerliteratur dazu aufgerufen, Bienenvölker zu vernichten, sollten sie nicht genug Profit abwerfen.

Der „Imker“ stiehlt den Bienen ihre Wintervorräte und füttert sie stattdessen mit Zuckerwasser, das den Bienen angeblich genau wie Honig vorkommt. Es stellt sich hier nur die Frage, warum der Mensch nicht selbst das Zuckerwasser zu sich nimmt, um sich so den Umweg über die Bienen zu ersparen.

Siehe auch Bienen.

Was ist gegen Muschelkonsum einzuwenden?

Muscheln sind fühlende Lebewesen und möchten leben und nicht für Konsum getötet werden.

Was ist gegen Zirkusse einzuwenden?

die hohen eintritspreise, und es gibt heutzutage zu wenig tiere im zirkus, menschen sind langweilig. wildtiere gehoeren nicht in den zirkus. die haltungsbedingungen sind erbaermlich, grauenvoll und dem tier nicht wuerdig. die tiere werden in kleine kaefige gepfercht - von der dressur (peitschen, elefantenharken, elektrostoesse, futterentzug, etc.) ganz zu schweigen. zudem kommt noch das klima.

Was ist gegen Zoos einzuwenden?

Tiere gehoeren schlicht und einfach nicht eingesperrt. Erst recht nicht fuer des Menschen Entertainment.

Eisbaeren, Loewen und Giraffen im (deutschen) Klima, welches ihrer Natur ueberhaupt nicht entsprechend ist, ist einfach Qual.

Die Gehege sind NIEMALS gross genug, auch wenn es fuer den Menschen so aussehen mag. In freier Wildbahn beanspruchen gerade Wildtiere wie Elefanten (reisen zudem auch in Herden umher - ist unmoeglich im Zoo), Tiger, Loewen, Giraffen, etc. mehrere Hektar Land, welche im Zoo nicht geboten werden koennen. Auch die „Einrichtung“ ist nicht gerecht. Zudem werden Tierfamilien auseinander gerissen, um in verschiedenen Zoos „zu leben“.

Es ist doch ziemlich naheliegend, dass ein Eisbaer im Kaefig mit einem grauen Feld nicht gluecklich wird, oder?

Vegan Verhueten

Wie kann ich vegan verhüten?

Die meisten der üblichen sicheren Verhütungsmittel wie Antibabypille oder Kondom enthalten entweder tierliche Substanzen oder es wurden und werden Tierversuche für ihre Entwicklung durchgeführt. Somit sind sie als unvegan einzustufen.

Aber es gibt Ausnahmen, man muss Sie nur kennen.

Kondom , spezielle Marken

Bei den Kondomen geht es meist um die Gleitmittel, deren Verträglichkeit im Tierversuch ermittelt wurde. Der schwedische Hersteller RFSU behauptet, keine Tierversuche für seine Kondome gemacht zu haben.

LEA contraceptivum

Das LEA ist eine Barrieremethode aus Canada.

Das LEA schaut etwas spacig aus, das Design sorgt aber für die Sicherheit: Das LEA liegt vor dem Muttermund und verhindert, dass spermien in die Gebärmutter kommen können. Die Sicherheit von LEA entspricht etwa der der Micropille. Das Material von LEA ist voll synthetisch, sehr strapazierbar und sehr langlebig.

Sehr detailreiche Produktanpreisung mit Video unter www.LEAdirekt.de

Das Produkt wurde vor ca 7 Jahren (ohne Tierversuche) auf den canadischen und europäischen Markt gebracht (in USA erst seit kurzem eine Zulassung durch die Behörden; Gerüchten zu Folge hat die Pillen-Lobby hier Steine in den Weg gelegt, mit der Forderung es sollen Studien vorgelegt werden, wie das LEA Geschlechtskrankheiten verhinderen könnte, … tja bei direktem Kontakt zwischen P_nis und Sch_ide ist das eigentlich klar, aber darum wohl eine Lobbybremse und jetzt gab es ja auch die Zulassung ohne solche Studien, weil es in EU problmlos auf dem Markt ist ).

NFP symptothermal

Die unzweifelhaft vegane Verhütungsmethode NFP in Form der Symptothermalmethode wird oft nicht als wirliche Alternative angesehen. Weil viel meinen sie sei icht für jede Frau geeignet sind und mitunter als unzuverlässig eingestuft wird. Ob man die NFP erlernen will kann man nur selbst entscheiden. Die Sicherheit entspreicht jedenfall der der Pille Uni Duesseldorf .

Femidom

Femidome sind Kondome für die Frau. Fühlen sich gut an für Sie und Ihn und schützen wie Kondome zugleich vor Schwangerschaft und Krankheiten.

Femidome werden in London und in ( Indien ??? ) hergestellt und es nicht klar, ob an beiden Standorten tierversuchsfreie Gleitmittel zum Einsatz kommen.

Das Material ist auf jedenfall voll synthetisch.

Video und Details (auch auch deutsch) www.femidom.in

Vegan leben

Was kann ich als Veganer überhaupt noch essen?

Diese Frage drängte sich wohl den meisten von uns auf, als wir die ethische Notwendigkeit einer veganen Lebensweise erkannten und begannen unsere Essgewohnheiten umzustellen.

„Keinen „Käse“, keine „Wurst“ – was soll ich mir nun bloß auf's Brot legen, und ist das Brot überhaupt vegan? Und womit soll ich meine Pizza überbacken?“ Solche und ähnlich Fragen können schier zu Verzweiflung treiben. Angesichts der Mannigfaltigkeit veganer Speisen völlig grundlos! Jedoch solltest du dich von der Vorstellung lösen, zu jeder vegetarischen oder omnivoren Nahrung eine direkte vegane Alternative zu finden. Zwar gibt es mittlerweile tatsächlich vegane Wurst und veganen Käse aus Sojabasis, jedoch schmecken solche „Ersatzprodukte“ in der Regel vollkommen anders als ihre nichtveganen Pendants.

Mit Hefeschmelz lassen sich Pizza und Gratins wunderbar überbacken, dennoch ist Hefeschmelz kein Schmelzkäse. Vegane Ernährung, das bedeutet neue Geschmackserlebnisse und Lebensmittel zu erkunden - doch keine Sorge: du musst weder ein kreativer Koch sein, noch Zeit und Muße mitbringen, dich auf die mühsame Suche nach in unseren Breiten eher exotischen Lebensmittel zu begeben.

Mittlerweile finden sich in jedem Reformhaus, Bioladen und sogar größeren Supermärkten für die vegane Ernährung typische Produkte wie Sojamilch und Tofu, auch wird eine breite Auswahl veganer Brotaufstriche angeboten. Diverse vegane Rezeptsammlungen und Kochbücher bieten schmackhafte und vielfältige Rezepte zum Nachkochen an. Vegane Fertiggerichte lassen hierzulande noch auf sich warten, allerdings bieten spezielle Vegan-Shops auch hier entsprechende Produkte an.

Im Folgenden findest du eine – nicht vollständige - Tabelle tierlicher Produkte und ihrer veganen Alternativen:

unvegan Lebensmittel/Zutaten vegane Alternative
Butter vegane Margarine (z.B. „Die Gute“ von Eden oder Alsan)
Eier zum Backen (da können sie auch oft einfach weggelassen werden): Sojamehl; Bananen, Tomatenmark - siehe Eiersatz, für Rührei: Lopino
„Fleisch“ Tofu, Sojagranulat, Seitan
Gelatine Agar-Agar, Apfelpektin
Honig Agavendicksaft, Löwenzahnsirup, Ahornsirup
Joghurt Seidentofu, Sojamilch mit Zitronensaft andicken, selbstgemachter veganer Joghurt (mit veganen Milchsäurebakterien)
Käse zum Überbacken: Hefesoße mit Melasse-Hefeflocken, veg. Käse (Veg. Versand)
Quark Tofu
Sahne Sojasahne (Cresoy, Provamel, Soyatoo), Hafersahne (Oatly), Kokosmilch
Tierkohleraffinierter Zucker Rübenzucker oder Roh-/Vollrohrzucker
Tiermilch Sojamilch, Hafermilch, Reismilch, Kokosmilch, Mandelmilch

Weitere Informationen zum Thema finden sich z.B. unter:

Siehe auch:

Was soll ich mit meinen alten Lederschuhen machen?

Auf keinen Fall solltest du die Schuhe auftragen, denn damit symbolisierst du Akzeptanz an den vorherrschenden Verhältnissen. Zudem lässt es an deinen Glaubwürdigkeit zweifeln, wenn du in Lederschuhen z.B. gegen Fleisch demonstrierst. Und mal ganz ehrlich: du würdest doch auch nicht gegen Pelz demonstrieren und zwischendruch Nerzfleisch essen.

Wenn du unvegane Markenschuhe trägst, musst du zudem beachten, dass du damit für die Marke wirbst und vielleicht Menschen durch dich animiert werden, Schuhe des entsprechenden Herstellers zu kaufen. Das wäre unverantwortlich.

Auch die Option, unvegane Schuhe an Bekannte und Verwandte weiterzureichen, scheidet aus: In der Theorie würde zwar die Produktion der durch dich weitergereichten Schuhe und damit verbunden ermordeten Tiere reduziert, in der Praxis jedoch zeigen selbst ein paar Quardratmeter „Leder“ wirtschaftlich kaum Auswirkung. Viel wichtiger ist indes der symbolische Charakter der dem Boykott vom Handel mit Tierhäuten anhaftet. Durch die Weitergabe von unveganen Schuhen suggerierst du, dass du generell keine Einwände hast, wenn andere Menschen Schuhe aus Tierhäuten tragen – damit ist der symbolische Charakter hinfällig. Auch wenn du noch so betonst, dass du es aus ethischen Gründen verabscheust, Tierhautschuhe zu tragen: in dem Moment, wo du jemanden Lederschuhe in die Hand drückst, akzeptierst du, dass er Schuhe aus Tierhäuten trägt.

Nun könnte uns das zu dem Schluss verleiten, es sei in Ordnung die Tierhautschuhe anonym in einem Altkleidercontainer zu deponieren. Schließlich wäre damit den Bedürftigen geholfen, die Tierhautschuhe hätten damit noch ein „gutes Werk“ erfüllt. Jedoch akzeptiertest du auch hier, dass Tierhäute als Produkt angesehen und getragen werden. Außerdem ist diese Sichtweise zutiefst diskriminierend, impliziert sie doch eines: wer arm ist, kann sich Ethik eben nicht leisten. Wenn wir den Hilfsbedürftigen unserer Gesellschaft Kleidung und Schuhe spenden möchten, dann nur solche, die wir auch selbst tragen würden.

Wohin also mit den alten Tierhautschuhen?

Natürlich kannst du nicht verhindern, dass viele Menschen Schuhe aus Tierhäuten tragen und damit Tierrechte im wahrsten Sinne des Wortes mit Füßen treten. Jedoch solltst du jede Gelegenheit nutzen um ein Exempel zu statuieren und zu zeigen, dass Schuhe – in jedweder Hinsicht – alles andere als tragbar sind: Vernichte deine alten Lederschuhe und lasse somit keinen Zweifel daran, dass du das Tragen von Tierhäuten zutiefst ablehnst.

Was für Schuhe gilt, gilt natürlich analog für sämtliche andere Produkte aus Tierhäuten.

Siehe auch: Schuhe.

Vegane Gesellschaft

Was sollen mit den Tierherden passieren, die dann entstehen würden, wenn man sie nicht mehr töten würde?

Es soll tatsächlich eine Welt ohne Rinder, Hühner, Schafe, Schweine oder Ziegen geben?

Zumindest jene qualgezüchteten Rassen die gar nicht mehr in der Lage sind ein gesundes Leben zu führen, sollten nicht weiter vermehrt werden. So zum Beispiel die „Legehennenrassen“, denen angezüchtet wurde fast täglich ein Ei zu legen, wodurch die Lebenserwartung erheblich verkürzt wurde.

Soziale Probleme

Meine Eltern stellen sich quer, was soll ich tun?

Wer als noch Minderjähriger sich für eine vegane Lebensweise entscheidet, stößt häufig auf vielerlei Bedenken seitens des Elternhauses. Ungesund, übertrieben, fanatisch, sektiererisch, lauten wohl die üblichen Einwände der Eltern. Solchen Vorhaltungen zu begegnen fällt nicht immer leicht, und gute Argumente allein reichen oftmals nicht aus, um die eigenen Eltern von einer veganen Lebensweise zu überzeugen. Letztlich wirst du dich über ihre Bedenken und Einwänden hinwegsetzen müssen, um ihnen zu zeigen, dass eine vegane Lebensweise möglich ist. Und keine Angst: Auch die eigenen Eltern können dich nicht zwingen „Fleisch“ oder Eier zu essen und geraubte Muttermilch zu trinken. Lass dich nur nicht entmutigen! Wenn es zu heftigen Auseinandersetzungen kommen sollte, gibt es viele Foren (siehe Linksammlung) und nicht zuletzt das VeganWiki, um Beistand und Informationen zu finden.

Wie soll ich mich auf unveganen Feiern verhalten?

Vor größere Gewissenskonflikte stellen uns häufig Einladungen zu Geburtstagen, Familien- und Betriebsfeiern. Häufig lassen sich derartige Einladungen nicht ausschlagen, ohne es sich mit der unveganen Verwandtschaft bzw. dem Chef oder Mitarbeitern zu verscherzen. Jedoch ist der Gedanke insbesondere für tierrechtlerisch motivierte Veganer schier unerträglich, dem zelebrierten Konsum von Leichenteilen oder Ausbeutungsprodukten beizuwohnen. Wer seine Tofuwürstchen auf den Grill gleich neben die Leichenteile legt, beraubt den Veganismus jedweder politischen Symbolik, und lässt ihn zu einer Art Diät verkommen. Wer sich in feuchtfröhlicher Runde an einen Tisch mit Nichveganern setzt, während sie sich an Leichenteilen, Milch oder Eiern laben, symbolisiert Akzeptanz gegenüber Speziesismus und Tierausbeutung.

Nun ließe sich dem entgegenhalten, dass solche Festivitäten auch ein guter Ort zur Aufklärung seien - jedoch zeigt die Erfahrung, dass ein gewinnbringender Dialog in solchen Situationen nicht möglich ist. Wer bei einer Grillparty auf die ethische Notwendigkeit einer veganen Lebensweise hinweist, erntet entweder Spott oder wird mit Sprüchen wie „Verdirb uns nicht den Appetit!“ abgespeist.

Darum meiden viele Veganer derartige Festivitäten und schlagen eine Einladung freundlich aber bestimmt mit dem Hinweis darauf aus, dass sie an keinem Fest teilnehmen möchten, das den Konsum von Tierausbeutungsprodukten miteinschließt.

Auf diese Weise wird dem Gastgeber unmissverständlich verdeutlicht, welche wichtiges Anliegen der Kampf für die Rechte der Tiere ist, und dass es um weitaus mehr geht als nur um eine extravagante Ernährung.

Selbstverständlich gibt es auch Einladungen, die nahezu unmöglich auszuschlagen sind, ohne sich selbst ins soziale Abseits oder die Arbeitslosigkeit zu katapultieren – solche unvermeidbaren Teilnahmen an unveganen Festen, werden jedoch die Ausnahme sein.

Vergleiche auch hierzu: Wo liegt die Grenze zwischen „vermeidbar“ und „unvermeidbar“?

Mein Bekanntenkreis belustigt sich über mich, wie soll ich reagieren?

In der Regel weisen derartige Belustigungen auf das Fehlen beachtenswerter Argumente gegen eine vegane Lebensweise sowie die eigene Unsicherheit der Spötter hin - denn wer Argumente hat und seiner Position sicher ist, braucht keine Polemik. Sprich deine Bekannten offen und ohne jede Aggression darauf an, warum sie dich mit Spott belegen und begegne ihnen mit einer tierrechtlerischen Argumentation. Ein ruhiges Gespräch in entspannter Atmosphäre kann manchmal kleine Wunder bewirken; selbst der „eingefleischte“ Omnivore kann in einem guten Moment für den Veganismus gewonnen werden. In jedem Fall solltest du das Gespräch mit ihnen suchen und dich nicht isolieren, denn nur durch die ständige Thematisierung des Veganismus kann unsere Position Akzeptanz auf breiter gesellschaftlicher Eben finden und der Weg zu einer veganen Welt geebnet werden.

Siehe auch