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diskurs:potential

Potential

Definitionen

Die Möglichkeit, das zu sein (oder zu werden), was den eigenen Vorstellungen entspricht.

Das, zu dem ein Individuum sich entfalten könnte, wenn es nicht durch die Umwelt (inklusive anderen Individuen) beeinträchtigt würde.

Darüber hinaus das, was Individuen (unter Nutzung ihrer Umwelt) (= Strukturen) erreichen können, wenn sie kooperieren.

Kann mit Potentialen anderer Individuen (oder Strukturen) harmonieren oder dissonieren.

Kann durch neue Ziele konvergieren oder divergieren.

Zum Beispiel politische und militärische Macht, Eigentum und Geld, Wissen und Intelligenz, Können, Reputation und Charisma, mediale Reichweite.

Leider auch Hautfarbe und sonstig erkennbare Herkunft, Geschlecht, Alter, Spezies, körperliche und geistige Konformität – in Bezug auf gesellschaftliche Anerkennung und sich öffnende oder schließende Türen.

Bedeutung

Neuer Fokus. Prinzipiell ähnlich einer weiten Auffassung von Kapital, welches jedoch aufgrund des „Kapitalismus” mit der einseitigen Durchsetzung von Interessen assoziiert wird. „Potential” öffnet einerseits Denkräume, „Kapital” nicht nur auf Geld und Eigentum reduziert zu betrachten, andererseits, das Streben nach „Kapital” auch aus kritischer Sicht nicht undifferenziert als etwas negatives aufzufassen. Nicht die Realisierung von Potential wird als Problem verstanden, sondern die gegebenenfalls trotz möglicher Alternativen dabei entstehende Gewalt. Infrage gestellt werden die Ziele und Mittel, nicht das Vorhandensein von Bedürfnissen.

Ziele

1. Potential anderer einzuschränken, ist eine Form von Gewalt. Diese soll reduziert werden.

2. Viele Individuen realisieren von sich aus nur einen Teil ihres Potentials. Es sollen Wege aufgezeigt werden, Potential umzusetzen und dabei rücksichtsvoll zu handeln.

Siehe auch

diskurs/potential.txt · Zuletzt geändert: 2011/08/15 20:55 (Externe Bearbeitung)