Individuelle und strukturelle Diskriminierung

Diskriminierung bezeichnet die Andersbehandlung von Individuen aufgrund der angenommenen oder tatsächlichen Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Die Kriterien der Gruppierung sowie die Handlung selbst können individuell auftretreten (z. B. jemand findet Männer mit braunen Augen attraktiv und ist besonders nett zu ihnen), aber auch gesellschaftlich bedingt sein (z. B. Frauen bekommen im Schnitt weniger Lohn; strukturelle Diskriminierung1)).

Positive und negative Diskriminierung

Je nachdem, ob eine Diskriminierung die Interessen der betroffenen Individuen fördert oder einschränkt, spricht man von positiver oder negativer Diskriminierung. Letztere ist eine Form pauschalisiert ausgeübter Gewalt. Eine positive Diskriminierung (z. B. gegenüber einer Person weißer Hautfarbe) kann gleichzeitig eine negative Diskriminierung gegenüber einer anderen Person (z. B. schwarzer Hautfarbe) sein. Oder sie kann unmittelbar Interessen entgegenkommen (z. B. Türaufhalten), gleichzeitig aber das Konstrukt einer Gruppe reproduzieren, welches sonst in der Regel zu negativer Diskriminierung führt. Zu unterscheiden ist also wie bei allen Aktionen zwischen der tatsächlich oder scheinbaren Intension und der Wirkung einer Diskriminierung.

Im Alltag ordnen wir unbekannte Personen oft bewusst oder unbewusst in „Schubladen“ ein, was einerseits die Orientierung und den Umgang mit anderen Menschen erleichtert, andererseits aber in Vorurteilen und Benachteiligung enden kann.

Diskriminierung als schlechtes Argument

Da Diskriminierungen Interessen auch fördern können, ist die Feststellung einer Diskriminierung allein noch kein Argument für oder gegen ein solches Verhalten.

Beispiele

Tabelle? Matrix?


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