Hier entsteht ein kleines Portal zum Thema Aktivismus. Die Seiten können später über Inhalt und den Ordner:Aktivismus verlinkt und hier in Form eines Artikels zusammengefasst werden.

Aktionen beurteilen

Handlungen sind sowohl nach ihren Motiven als auch nach ihren Ergebnissen zu beurteilen.

  • Welche Motive legen der Aktion zugrunde? Was soll grundsätzlich erreicht werden?
  • Angestrebte Wirkung. Wie soll die Aktion zur Realisierung der Motive beitragen?
  • Tatsächliche Wirkung. Welche Auswirkungen gehen von der konkret stattgefundenen Aktion aus, und wie sind diese zu beurteilen?

Die Auswirkungen von Handlungen sind oft komplex. Zur Beurteilung ist zunächst zu unterscheiden, auf wen sich die Handlungen auswirken.

Insbesondere strukturelle Veränderungen lassen sich auf verschiedenen Ebenen erreichen.

Zielgruppen

An oder gegen wen können sich Aktionen richten?

  • politisch: Parteien, Parlamente, Institutionen, Organisationen, Verbände, allgemein Inhaber und Vertreter von Macht
  • ökonomisch: Konsumenten und Investoren (Nachfrage) oder Produzenten, Lieferanten und Hersteller (Angebot)
  • diskursiv: an Befürworter, Unbeteiligte, Kritiker oder Gegner einer Idee

Aktionsformen

Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich für die eigenen Interessen einzusetzen. Die folgende Auswahl soll nur einen Eindruck vermitteln und kann beliebig ergänzt werden.

  • Adbusting - Plakate und Etiketten kreativ verändern.
  • Ausstellungen - Recherchieren, Dokumentieren und Aufklären.
  • Bibliotheken (z. B. privat oder als Teil von Umweltbibliotheken oder ähnlichen Einrichtungen) oder kleine Infoläden gründen, betreiben und vernetzen.
  • Blockaden - Blockaden von Einkaufszentren, Werkstoren, Ämtern oder Straßenkreuzungen eröffnen vielvältige Möglichkeiten.
  • Demos - Forderungen auf die Straße tragen.
  • FoodCoops - Gemeinschaftlich bio, fair trade und vegan konsumieren.
  • Forschung und Entwicklung - Produkte und Technologien entwickeln, die die einen veganen Alltag erleichtern
  • Herrschaftsfrei wirtschaften - Rücksichtsvoll produzieren und konsumieren.
  • Infostände - Mit Transpis, Flyern, Zeitungen, Broschüren, Kontaktlisten …
  • Kampagnen - Aktivitäten bündeln und organisieren.
  • Kochkurse - Menschen zum veganen Kochen inspirieren.
  • Kommunikationsguerilla - In geschlossene Diskurse eindringen.
  • Krawalle - Ausschreitungen, Randale und Bambule.
  • Online-Aktivismus - Teilhaben an den im virtuellen Raum geführten Diskursen.
  • Petitionen - Beschwerden beim Gesetzgeber einreichen.
  • Produktanfragen - Anfragen, nachhaken, veröffentlichen.
  • Revolution - Auf dem Weg in eine bessere Gesellschaft?
  • Sabotage - Stören oder kaputt machen, was uns und andere kaputt macht.
  • Spaßguerilla - Mediale Aufmerksamkeit durch möglichst auffällige Inszenierungen erreichen.
  • Streiks - Kollektive Arbeitsverweigerung verleiht den Forderungen von Angestellten und Sympathisanten Druck.
  • Tierbefreiungen - Tiere aus der Gefangenschaft holen und darüber berichten.
  • Umsonstladen - Sachen verschenken und weiterverwenden schont Ressourcen und verletzt keine Interessen.
  • Vegane VoKue - Food not bombs! Vegan kochen und miteinander essen.
  • Vernetzung - Den Austausch und die Zusammenarbeit mit Gruppen und Personen stärken, die ähnliche Interessen verfolgen.
  • Verkostungen - Öffentliche Stände aufbauen, an denen veganes Essen zum Probieren angeboten wird.
  • Vortragsreihen - Vorträge halten und zur Diskussion stellen.

Siehe auch


Ordner:Aktivismus Ordner:Portale


Auf Bildungswiki:Aktionsformen gibt es eine ähnliche Zusammenstellung. Peppermint 2006-05-30 20:55